Schluss mit offener Kommunikation:
US-Wissenschaft bekommt Maulkorb
Die offene Kommunikation von Daten und Erkenntnissen war bisher eine der Grundlagen für die florierende Forschungslandschaft in den USA. Die neue US-Regierung schiebt dem in Forschungsbereichen, die ihr nicht passen, nun aber einen Riegel vor und verteilt Maulkörbe.
Wissenschaftlern zweier US-Behörden wurde inzwischen untersagt, mit der Öffentlichkeit - insbesondere über Social Media-Kanäle - und der Presse zu kommunizieren. Betroffen sind die Umweltschutzbehörde sowie Teile des Landwirtschaftsministeriums, berichtete das US-Magazin The Verge. Entsprechende interne Weisungen wurden bereits mehrfach von Mitarbeitern an verschiedene Publikationen weitergeleitet.
Das bedeutet vor allem, dass die beiden Institutionen Ergebnisse der Klimaforschung nicht mehr so bereitstellen dürfen, dass sie für eine breite Öffentlichkeit verständlich und nutzbar sind. Möglich ist es weiterhin, Erkenntnisse in Form wissenschaftlicher Publikationen zu publizieren - für Laien sind solche Papers aber oft nur schwer verständlich, wenn sie nicht ohnehin hinter den Bezahlschranken der großen Journal-Verlage verschwinden.
In den USA gibt es eine recht lange Tradition einer öffentlichen Kommunikation zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit - vor allem dort, wo die Forschungsarbeit mit Steuergeldern finanziert wird. Die Arbeit der Forscher in den beiden Behörden hat aber oft auch eine politische Dimension - ganz besonders die der Umweltbehörde. Die Erkenntnisse stehen hier der politischen Agenda der neuen US-Regierung oft genug entgegen.
Auf der Bundesebene wird der Umwelt- und Klimaschutz in der nächsten Zeit signifikant hinter den wirtschaftlichen Interessen der Akteure zurückstecken müssen, wie erste konkrete Maßnahmen bereits deutlich machen. Während von den Webseiten staatlicher Institutionen Informationen zu Umweltfragen gelöscht werden, sind bereits zwei umstrittene Projekte der Ölindustrie vom neuen US-Präsidenten Donald Trump wieder angeschoben worden.
Netzneutralität: Trump macht strikten Gegner zum FCC-Chef
Das bedeutet vor allem, dass die beiden Institutionen Ergebnisse der Klimaforschung nicht mehr so bereitstellen dürfen, dass sie für eine breite Öffentlichkeit verständlich und nutzbar sind. Möglich ist es weiterhin, Erkenntnisse in Form wissenschaftlicher Publikationen zu publizieren - für Laien sind solche Papers aber oft nur schwer verständlich, wenn sie nicht ohnehin hinter den Bezahlschranken der großen Journal-Verlage verschwinden.
In den USA gibt es eine recht lange Tradition einer öffentlichen Kommunikation zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit - vor allem dort, wo die Forschungsarbeit mit Steuergeldern finanziert wird. Die Arbeit der Forscher in den beiden Behörden hat aber oft auch eine politische Dimension - ganz besonders die der Umweltbehörde. Die Erkenntnisse stehen hier der politischen Agenda der neuen US-Regierung oft genug entgegen.
Auf der Bundesebene wird der Umwelt- und Klimaschutz in der nächsten Zeit signifikant hinter den wirtschaftlichen Interessen der Akteure zurückstecken müssen, wie erste konkrete Maßnahmen bereits deutlich machen. Während von den Webseiten staatlicher Institutionen Informationen zu Umweltfragen gelöscht werden, sind bereits zwei umstrittene Projekte der Ölindustrie vom neuen US-Präsidenten Donald Trump wieder angeschoben worden.
Suche nach Auswegen
Unterdessen deutet sich an, dass die betroffenen Forscher und Behördenmitarbeiter die neue Richtung nicht einfach hinnehmen wollen. So begann beispielsweise ein Twitter-Account der Nationalpark-Verwaltung Informationen zur Klimaforschung zu veröffentlichen, die zuvor von offiziellen Seiten verschwunden waren. Die Beiträge sind inzwischen wieder gelöscht, aber an verschiedenen Stellen diskutieren Leute aus den fraglichen Bereichen, wie sie notfalls mit nichtoffiziellen Social Media-Accounts den Kontakt zur Öffentlichkeit halten können.Netzneutralität: Trump macht strikten Gegner zum FCC-Chef
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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