Amazon Echo soll in einem Mordfall "aussagen"
Ein Mordfall in den USA hat eine neue Datenschutz-Diskussion rund um Amazons smarten Assistenten Alexa und dem Echo-Lautsprecher in Gang gebracht. Die Behörden verlangen in dem Fall die Einsicht in die Übertragungs-Protokolle von Amazon, denn sie hoffen, dass Echo im Lauschmodus etwas von dem Mord mitbekommen haben könnte.
Der Fall sorgt in den USA schon seit längerem für Aufsehen, denn die Polizei hatte schon andere smarte Geräte - unter anderem einen digitalen Wasserzähler - für die Aufklärung des Mordfalls herangezogen. Das berichtet das Online-Magazin The Information (via The Verge) mit Verweis auf die jüngsten Gerichtstermine in dem Mordfall. Dabei war ein Mann in dem Whirlpool des Mordverdächtigen bereits im November 2015 unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Im Zuge der Ermittlungen hat die Polizei dann den Abend durch die Protokolle verschiedener Geräte nach und nach rekonstruieren können.
Im seit Juni laufenden Mordprozess wurde daher nun auch Amazon zur Mithilfe aufgefordert. Amazon hat laut The Information aber bislang nur mit Daten zu ihrem Kunden ausgeholfen. Daten, die zu den Echo-Servern übertragen wurden, waren nicht dabei.
Dennoch sehen Datenschützer den Fall sehr kritisch. Hierbei werden nun Geräte des Internets der Dinge dafür genutzt, ihren Besitzer auf Schritt und Tritt wie bei einer Komplettüberwachung zu verfolgen, heißt es.
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Echo hört mit
Dabei war den Ermittlern auch der Amazon Echo Lautsprecher ins Auge gefallen, mit dem der Mordverdächtige seine Geräte im Haus steuert. Da die Technik von Amazon jederzeit "mithört", um mit dem Sprachbefehl "Alexa" aktiviert zu werden, haben sich die Ermittler ausgerechnet, dass sie vielleicht weitere wichtige Hinweise über die Geschehnisse in der Mordnacht erfahren könnten. Die Polizei erhofft sich insgeheim, mit Echo eine Live-Aufzeichnung des Mordes oder zumindest der Zeit vor und nach der Tat in den Händen halten zu können.Im seit Juni laufenden Mordprozess wurde daher nun auch Amazon zur Mithilfe aufgefordert. Amazon hat laut The Information aber bislang nur mit Daten zu ihrem Kunden ausgeholfen. Daten, die zu den Echo-Servern übertragen wurden, waren nicht dabei.
Was geht an die Server?
Dabei ist es aktuell auch vollkommen unklar, ob Amazon einer solche Bitte zur Freigabe der Strafverfolgungsbehörden überhaupt nachkommen könnte, also was an Daten bei Amazon überhaupt gespeichert wird. Die US-Behörden selbst haben laut dem Medienbericht selbst bereits Daten von Echo extrahieren können. Zumindest geht das aus den Gerichts-Protokollen hervor. Es geht dabei wahrscheinlich nur um die Zeiten der Aktivierung des Geräts, nicht um gesprochene Inhalte.Dennoch sehen Datenschützer den Fall sehr kritisch. Hierbei werden nun Geräte des Internets der Dinge dafür genutzt, ihren Besitzer auf Schritt und Tritt wie bei einer Komplettüberwachung zu verfolgen, heißt es.
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