Alexa & Co. haben ein Problem:
Tausende Skills, die keiner nutzt
Die Sprachassistenten Amazon Echo und Google Home haben im Weihnachtsgeschäft ordentliche Verkaufszahlen erzielt. Als lohnenswerte neue Plattform für externe Entwickler taugen die Systeme aber offenbar nicht. Die zahlreichen Erweiterungen finden schlicht kaum Nutzer.
Die Sprachassistenten kommen nicht nur mit den Basis-Fähigkeiten daher, die die Anbieter ihren KI-Systemen im Hintergrund verpasst haben. Nutzer können je nach Bedarf auch zusätzliche Skills installieren. Sie lassen sich also ähnlich mit Zusatzfunktionen ausbauen, wie dies bei Smartphones mit Apps der Fall ist. Zahlreiche Entwickler hofften hier bereits auf einen interessanten neuen Markt.
Bisher gelingt es aber fast nicht, die Anwender zu begeistern. Laut einer aktuellen Marktanalyse des Startups VoiceLabs haben immerhin 69 Prozent der insgesamt rund 7.000 bei Amazon gelisteten Alexa-Skills keine oder nur eine abgegebene Bewertung, was darauf schließen lässt, dass sie von fast niemandem installiert wurden.
Doch auch wenn man die Nutzer der Systeme auf den eigenen Skill aufmerksam machen kann, heißt dies noch lange nicht, dass man nun auf der sicheren Seite ist. Laut der Analyse gibt es lediglich eine 3-prozentige Chance, dass der Anwender auch zwei Wochen nach der Installation des jeweiligen Skills noch zu den aktiven Usern gezählt werden kann. Zum Vergleich: Bei Apps für Android- und iOS-Geräte liegt dieser Wert mit 13 beziehungsweise 11 Prozent wesentlich höher.
Bisher gelingt es aber fast nicht, die Anwender zu begeistern. Laut einer aktuellen Marktanalyse des Startups VoiceLabs haben immerhin 69 Prozent der insgesamt rund 7.000 bei Amazon gelisteten Alexa-Skills keine oder nur eine abgegebene Bewertung, was darauf schließen lässt, dass sie von fast niemandem installiert wurden.
Doch auch wenn man die Nutzer der Systeme auf den eigenen Skill aufmerksam machen kann, heißt dies noch lange nicht, dass man nun auf der sicheren Seite ist. Laut der Analyse gibt es lediglich eine 3-prozentige Chance, dass der Anwender auch zwei Wochen nach der Installation des jeweiligen Skills noch zu den aktiven Usern gezählt werden kann. Zum Vergleich: Bei Apps für Android- und iOS-Geräte liegt dieser Wert mit 13 beziehungsweise 11 Prozent wesentlich höher.
Problem für die Zukunft
"Es gibt inzwischen eine Menge Sprachanwendungen - aber das sind meist schlicht Zombie-Apps", fasste Adam Marchick, Gründer von VoiceLabs, die gewonnenen Daten zusammen. Die meisten Käufer beschränken sich demnach auf die Fähigkeiten, die das System im Lieferzustand mitbringt. Das ist natürlich insofern ein Problem, als die Systeme von Grund auf als Plattform für ein neues Ökosystem entwickelt wurden. Wenn es Amazon und Google - sowie den sicherlich folgenden Konkurrenten - nicht gelingt, die Nutzung zusätzlicher Anwendungen attraktiver zu gestalten, besteht durchaus die Gefahr, dass sich das gesamte Produkt mit der Zeit totläuft.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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