Ein Polizeihund namens URL überführt in Utah Internet-Kriminelle

Dass Polizeieinheiten, die sich auf Straftaten im Internet spezialisiert haben, über eigene Polizeihunde verfügen, dürfte sich nicht gerade beim ersten Gedanken erschließen. Doch es gibt inzwischen mehrere - und die Spürnase der Beamten im US-Bundesstaat Utah heißt sogar "URL".
Polizei, Hund, URL

Elektronik-Spürhund URLURL (Bild: CNN)
Bei URL handelt es sich um einen Labrador, der gerade einmal 18 Monate alt ist und kürzlich seine aktive Laufbahn im Polizeidienst begonnen hat. Unter seinen menschlichen Kollegen wird er zuweilen als "Porn Dog", also Porno-Hund, bezeichnet, berichtet der US-Nachrichtensender CNN. Denn gemeinsam mit seinem Hundeführer gehört er zu einer Spezialistengruppe, die sich in erster Linie um den sexuellen Missbrauch an Kindern und die Verbreitung entsprechenden Materials im Netz kümmern.

URL und auch seine anderen Artgenossen, die bei Internet-Ermittlern aktiv sind, arbeiten im Grunde auf die gleiche Weise wie Drogenspürhunde. Sie sind aber eben darauf spezialisiert, die Verstecke der immer kleiner werdenden Speichermedien zu finden. Die Elektronik-Systeme sondern nämlich über sehr lange Zeit die Dämpfe von Chemikalien ab, die bei der Produktion eingesetzt wurden. Menschen nehmen diese teils als den speziellen Geruch bei neuen Computern wahr - Hunde können sie hingegen auch noch bei mehrere Jahre alten Speicherkarten erschnüffeln.

Erst kürzlich hat URL bei einer Hausdurchsuchung die Beamten beispielsweise zu einem USB-Stick geführt, auf den sie sonst vermutlich gar nicht aufmerksam geworden wären. Das Speichergerät steckte in einem verschlossenen Glas, das wiederum in einer Kiste voller anderer Dinge aufbewahrt wurde. Der Hund konnte die riechen. Ein anderer Spürhund zeigte Ermittlern auch SD-Karten an, die in einem Waffenschrank versteckt waren und sich durch das scharfe Waffenöl sicherlich nicht leicht erschnüffeln ließen.

URL ist nach Angaben seines Ausbilders auch ein deutliches Beispiel für die oft unterschätzten Fähigkeiten aller Hunde. Denn der Labrador stammt - nach allem, was man weiß - keinesfalls aus einer speziellen Zuchtlinie. Vielmehr landete das Tier, nachdem ihn seine vorherigen Besitzer als unerziehbar abgestempelt hatten, erst einmal im Tierheim. Ganz billig war die Ausbildung dann zwar nicht - die Polizei in Utah musste rund 10.000 Dollar an die Hundeschule zahlen - doch leistet er nun wichtige Dienste, wenn die Beamten annehmen, dass irgendwo in einer Wohnung ein winziges Speichermedium verborgen sein muss.


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