Lenovo: Motorola-Übernahme war bisher im Grunde ein Fiasko
Den Prozess der Übernahme von Motorola beschreibt man bei Lenovo inzwischen damit, dass man zumindest viel gelernt habe. Ansonsten lief es nicht besonders gut. Das chinesische Unternehmen hatte sich hier wesentlich bessere Ergebnisse ausgerechnet.
Bei der Vorstellung von Bilanzberichten bemühen sich die jeweiligen Manager in der Regel, die Erfolge hervorzuheben. Bereiche, die nicht gut funktionierten, werden hingegen teils sogar so weit verschleiert, dass sie gar nicht mehr einzeln auftauchen. Insofern kann man den Verantwortlichen bei Lenovo zu Gute halten, dass sie recht ehrlich mit der Lage umgehen.
"Die Integrationsbemühungen haben die Erwartungen nicht erfüllt", erklärte man. Der Plan bestand eigentlich darin, Motorola eng mit dem eigenen Smartphone-Geschäft zu verzahnen. Beide Bereiche sollten sich dann gegenseitig befruchten und die Absatzzahlen für den Gesamtkonzern ordentlich nach vorn bringen. Doch ausgerechnet in den wichtigsten Märkten funktionierte das überhaupt nicht.
Für den riesigen Absatzmarkt in China musste man eingestehen, überhaupt nicht gegen die zahlreichen einheimischen Konkurrenten angekommen zu sein. Das schlug sich darin nieder, das Lenovo hier insgesamt 85 Prozent weniger Geräte verkaufte als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und für den US-Markt hatte man lediglich ein sehr kurzes, alles erklärendes Fazit parat: "Nicht erfolgreich."
Da ist es nicht verwunderlich, dass man sich erst einmal an dem festhält, was man hat: Die Marketing-Initiativen für das neu vorgestellte Moto G zielen vor allem auf Indien und Brasilien ab, wo man mit der Motorola-Marke zuletzt noch vergleichsweise erfolgreich operierte.
Von den ursprünglichen Planungen kann man sich aber erst einmal verabschieden. Noch im letzten Jahr definierte Lenovo-Chef Yang Yuanqing die Marschrichtung damit, dass man sich als starke Nummer 3 auf dem Smartphone-Markt festsetzen und von dieser Position dann die beiden Marktführer, also Samsung und Apple, angreifen wolle. In der Realität ist man zuletzt aber erst einmal aus der Gruppe der größten fünf Hersteller herausgefallen.
Moto G 4th Gen & Moto G Plus vorgestellt Motorolas 5,5-Zöller werden erwachsen
"Die Integrationsbemühungen haben die Erwartungen nicht erfüllt", erklärte man. Der Plan bestand eigentlich darin, Motorola eng mit dem eigenen Smartphone-Geschäft zu verzahnen. Beide Bereiche sollten sich dann gegenseitig befruchten und die Absatzzahlen für den Gesamtkonzern ordentlich nach vorn bringen. Doch ausgerechnet in den wichtigsten Märkten funktionierte das überhaupt nicht.
Für den riesigen Absatzmarkt in China musste man eingestehen, überhaupt nicht gegen die zahlreichen einheimischen Konkurrenten angekommen zu sein. Das schlug sich darin nieder, das Lenovo hier insgesamt 85 Prozent weniger Geräte verkaufte als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und für den US-Markt hatte man lediglich ein sehr kurzes, alles erklärendes Fazit parat: "Nicht erfolgreich."
Da ist es nicht verwunderlich, dass man sich erst einmal an dem festhält, was man hat: Die Marketing-Initiativen für das neu vorgestellte Moto G zielen vor allem auf Indien und Brasilien ab, wo man mit der Motorola-Marke zuletzt noch vergleichsweise erfolgreich operierte.
Von den ursprünglichen Planungen kann man sich aber erst einmal verabschieden. Noch im letzten Jahr definierte Lenovo-Chef Yang Yuanqing die Marschrichtung damit, dass man sich als starke Nummer 3 auf dem Smartphone-Markt festsetzen und von dieser Position dann die beiden Marktführer, also Samsung und Apple, angreifen wolle. In der Realität ist man zuletzt aber erst einmal aus der Gruppe der größten fünf Hersteller herausgefallen.
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Christian Kahle
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