USA: Erste Urteile wegen Chip-Schmuggels an "die Russen"
Es klingt fast wie eine unterhaltsame Geschichte aus den Zeiten des Kalten Krieges: In den USA wurden mehrere Personen verurteilt, die illegal Elektronik-Komponenten an "die Russen" geschmuggelt haben sollen. Die Geschäfte seien dabei über eine Scheinfirma gelaufen.
Das fragliche Unternehmen produzierte laut seiner Selbstdarstellung harmlose zivile Produkte. Bei genaueren Untersuchungen stellte sich jedoch heraus, dass die Firma selbst überhaupt gar nichts herstellte, sondern nur einen Deckmantel bildete, um die Exportkontrollen der USA zu umgehen. In Wirklichkeit beschaffte man hier hochentwickelte Komponenten verschiedener US-Hersteller und exportierte diese umdeklariert nach Russland.
Bei den Produkten handelte es sich um Arbeitsspeicher, Prozessoren, Controller und andere Halbleiter-Komponenten, die Russland in dieser Form nicht selbst in größerem Umfang herstellen kann. Die Abnehmer seien im russischen Militär und bei Geheimdiensten zu finden gewesen, teilte das US-Justizministerium mit. Dort wurden die Bauteile beispielsweise in Kommunikations- und Überwachungssystemen verbaut, aber auch in Radaranlagen und in Zündsystemen.
Neben den drei nun verurteilten Personen sind noch gegen weitere Angeklagte Verfahren anhängig. Fünf andere Personen sollen sich ebenfalls schuldig bekannt haben. Dies gilt außerdem auch für den Gründer und Chef des Unternehmens, der gesondert vor Gericht steht. Wie hoch die Strafen aufgrund des nun ergangenen Urteils ausfallen, ist noch unklar. Bis zu 20 Jahre Haft drohen den drei Mittätern aber.
Zum Thema: Unterseekabel: US-Militärs fürchten "ultimativen russischen Hack"
Bei den Produkten handelte es sich um Arbeitsspeicher, Prozessoren, Controller und andere Halbleiter-Komponenten, die Russland in dieser Form nicht selbst in größerem Umfang herstellen kann. Die Abnehmer seien im russischen Militär und bei Geheimdiensten zu finden gewesen, teilte das US-Justizministerium mit. Dort wurden die Bauteile beispielsweise in Kommunikations- und Überwachungssystemen verbaut, aber auch in Radaranlagen und in Zündsystemen.
Bauteile mit Millionenwerten
In dem Verfahren ging es um Bauteile im Wert von rund 30 Millionen Dollar, die im Zeitraum zwischen 2008 und 2012 nach Russland exportiert wurden. Die bereits Ende der 1990er Jahre gegründete Firma soll allerdings schon zuvor in dieser Art aktiv gewesen sein und man geht von einem Handelsvolumen von insgesamt 50 Millionen Dollar aus.Neben den drei nun verurteilten Personen sind noch gegen weitere Angeklagte Verfahren anhängig. Fünf andere Personen sollen sich ebenfalls schuldig bekannt haben. Dies gilt außerdem auch für den Gründer und Chef des Unternehmens, der gesondert vor Gericht steht. Wie hoch die Strafen aufgrund des nun ergangenen Urteils ausfallen, ist noch unklar. Bis zu 20 Jahre Haft drohen den drei Mittätern aber.
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