Russland: Google muss Android und Suche entkoppeln, sonst...
Die russischen Behörden sehen in Googles Praxis, Android nur in Verbindung mit der Vorinstallation der eigenen App für die Suche im Web den Zugang zum Play Store zu gewähren, eine Wettbewerbsverletzung. Jetzt soll der Internetkonzern Änderungen an seinem mobilen Betriebssystem vornehmen, sonst drohen dem Unternehmen empfindliche Strafen der Kartellbehörden.
Wie der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg unter Berufung auf Angaben der russischen Wettbewerbsaufsicht und des aus Russland stammenden Suchmaschinenbetreibers Yandex berichtet, haben die Regulierungsbehörden des Landes Google aufgefordert, die enge Verknüpfung von Android und der Google-Suche innerhalb eines Monats aufzulösen. Durch sie würden die entsprechenden Apps von Drittanbietern benachteiligt, was als Verletzung der in Russland geltenden Wettbewerbsgesetze verstanden wird.
Googles Such-Leiste auf dem Homescreen des Motorola Moto X Play
Im September hatte die Wettbewerbsaufsicht entschieden, dass Google in der Tat gegen Gesetze verstößt, weil der Suchmaschinengigant Verträge mit den diversen Smartphone-Anbietern hat, die vorschreiben, dass sie nur dann Android mit einem Zugang zum wichtigen Play Store installieren dürfen, wenn auch ein Paket von anderen Google-Apps mit auf den Geräten vorhanden ist - und dabei für bestimmte Aufgaben voreingestellt wird. Nach Meinung der Wettbewerbshüter missbraucht Google damit seine marktbeherrschende Stellung.
Hintergrund des Vorgehens der russischen Behörden sind Beschwerden verschiedener Konkurrenten von Google, allen voran der russische Suchmaschinenanbieter Yandex. Das Unternehmen ist noch immer Marktführer unter den Suchmaschinen in Russland, musste aber in den letzten Jahren durch den Trend zu mobilen Geräten zunehmende Einbußen zugunsten von Google hinnehmen. So lag der Marktanteil von Yandex zuletzt bei 50 Prozent, nachdem man Anfang 2014 noch 54 Prozent für sich beanspruchen konnte.
Google konnte hingegen kräftig zulegen und kommt inzwischen auf 42 Prozent Markanteil, nachdem das US-Unternehmen im letzten Jahr noch bei 34 Prozent lag. Yandex beklagt, dass Googles Zwang, die hauseigene Suche bei Android voreinzustellen, die Smartphone-Kundschaft den eigenen Diensten zutreibt und dadurch die Wahlmöglichkeit der Käufer einschränkt, was wiederum die Mitbewerber von Google benachteiligen soll.
Die russische Anti-Monopol-Behörde fordert nun, dass Google innerhalb eines Monats die Abkommen mit den Smartphone-Herstellern anpasst und dabei die wettbewerbsfeindlichen Klauseln zur Bündelung der Google-Suche streicht. Sollte dies nicht geschehen, droht dem US-Konzern eine Strafe in Höhe von 15 Prozent der Einnahmen, die zuvor mit den betreffenden Diensten in Russland erzielt wurden. Wie hoch eine solche Summe ausfallen könnte, ist derzeit unklar.
Googles Such-Leiste auf dem Homescreen des Motorola Moto X Play
Im September hatte die Wettbewerbsaufsicht entschieden, dass Google in der Tat gegen Gesetze verstößt, weil der Suchmaschinengigant Verträge mit den diversen Smartphone-Anbietern hat, die vorschreiben, dass sie nur dann Android mit einem Zugang zum wichtigen Play Store installieren dürfen, wenn auch ein Paket von anderen Google-Apps mit auf den Geräten vorhanden ist - und dabei für bestimmte Aufgaben voreingestellt wird. Nach Meinung der Wettbewerbshüter missbraucht Google damit seine marktbeherrschende Stellung.
Hintergrund des Vorgehens der russischen Behörden sind Beschwerden verschiedener Konkurrenten von Google, allen voran der russische Suchmaschinenanbieter Yandex. Das Unternehmen ist noch immer Marktführer unter den Suchmaschinen in Russland, musste aber in den letzten Jahren durch den Trend zu mobilen Geräten zunehmende Einbußen zugunsten von Google hinnehmen. So lag der Marktanteil von Yandex zuletzt bei 50 Prozent, nachdem man Anfang 2014 noch 54 Prozent für sich beanspruchen konnte.
Google konnte hingegen kräftig zulegen und kommt inzwischen auf 42 Prozent Markanteil, nachdem das US-Unternehmen im letzten Jahr noch bei 34 Prozent lag. Yandex beklagt, dass Googles Zwang, die hauseigene Suche bei Android voreinzustellen, die Smartphone-Kundschaft den eigenen Diensten zutreibt und dadurch die Wahlmöglichkeit der Käufer einschränkt, was wiederum die Mitbewerber von Google benachteiligen soll.
Die russische Anti-Monopol-Behörde fordert nun, dass Google innerhalb eines Monats die Abkommen mit den Smartphone-Herstellern anpasst und dabei die wettbewerbsfeindlichen Klauseln zur Bündelung der Google-Suche streicht. Sollte dies nicht geschehen, droht dem US-Konzern eine Strafe in Höhe von 15 Prozent der Einnahmen, die zuvor mit den betreffenden Diensten in Russland erzielt wurden. Wie hoch eine solche Summe ausfallen könnte, ist derzeit unklar.
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