EU-Kommissar Oettinger beklagt medialen Untergang des Abendlandes
Den Untergang des Abendlandes sehen dieser Tage wieder so Manche heraufziehen. So auch der für die Digitale Entwicklung zuständige EU-Kommissar Günther Oettinger - wenn auch in anderer Weise. Dieser hat vor allem die Präsenz der europäischen Kultur in aller Welt im Sinn.
Infografik: Die wertvollsten Startups der Welt
Auf den Medientagen München, die heute erstmals einen Europa-Tag abhielten, beklagte Oettinger, dass Europa in der Welt medial aussterbe. Wenn er sich anderswo in einem Hotelzimmer aufhalte, bekomme er im dortigen Fernsehen 30 arabische und 40 amerikanische Fernsehprogramme angeboten und auch solche aus der sonstigen Welt. Aus Europa sei hingegen meist gerade einmal die britische BBC zu empfangen.
Auch deutsche Zeitungen seien schon in der arabischen Region kaum und in Asien und Amerika nahezu überhaupt nicht zu bekommen. Deutschland sei in der letzten Zeit in Übersee nur präsent, wenn es in den Nachrichten um den VW-Skandal oder die Flüchtlingsbewegung gehe.
Da reiche es nicht aus, darüber hinaus nur mit Altbewährtem aufzutreten. "Man kann nicht nur mit Goethe auftreten in der Welt", so der EU-Kommissar, "und nicht nur S-Klasse exportieren". Es sei auch entscheidend, die kulturelle Vielfalt, die Landschaft und die Gesellschaft als Ganzes den Menschen in aller Welt über das Internet und das Fernsehen näher zu bringen.
Wie man dies besser umsetzen könne - dazu gab es allerdings wenig zu hören. Dabei gehört es eigentlich zu Oettingers Aufgabenbereich, zumindest die Internet-Wirtschaft in Europa voranzubringen. Was global erfolgreiche Dienste angeht, beschränkt diese sich derzeit vor allem auf die europäischen Niederlassungen der großen US-Konzerne.
An Ansätzen fehlt es dabei eigentlich nicht. Allein Deutschland als führende Wirtschafsnation in Europa hat vor allem in seiner Hauptstadt eine rege Startup-Szene zu bieten, die aber an verschiedenen Stellen immer wieder an Grenzen stößt und mit ihren Konkurrenten aus den USA nur schwer mithalten kann. Es wäre daher auch an ihm, hier selbst Impulse zu setzen - wenn man denn der Ansicht ist, in der Welt sei nichts stärker unterrepräsentiert, als die europäische Kultur, worüber sich vermutlich trefflich streiten lässt.
Infografik: Die wertvollsten Startups der Welt
Auf den Medientagen München, die heute erstmals einen Europa-Tag abhielten, beklagte Oettinger, dass Europa in der Welt medial aussterbe. Wenn er sich anderswo in einem Hotelzimmer aufhalte, bekomme er im dortigen Fernsehen 30 arabische und 40 amerikanische Fernsehprogramme angeboten und auch solche aus der sonstigen Welt. Aus Europa sei hingegen meist gerade einmal die britische BBC zu empfangen.
Auch deutsche Zeitungen seien schon in der arabischen Region kaum und in Asien und Amerika nahezu überhaupt nicht zu bekommen. Deutschland sei in der letzten Zeit in Übersee nur präsent, wenn es in den Nachrichten um den VW-Skandal oder die Flüchtlingsbewegung gehe.
Da reiche es nicht aus, darüber hinaus nur mit Altbewährtem aufzutreten. "Man kann nicht nur mit Goethe auftreten in der Welt", so der EU-Kommissar, "und nicht nur S-Klasse exportieren". Es sei auch entscheidend, die kulturelle Vielfalt, die Landschaft und die Gesellschaft als Ganzes den Menschen in aller Welt über das Internet und das Fernsehen näher zu bringen.
Wie man dies besser umsetzen könne - dazu gab es allerdings wenig zu hören. Dabei gehört es eigentlich zu Oettingers Aufgabenbereich, zumindest die Internet-Wirtschaft in Europa voranzubringen. Was global erfolgreiche Dienste angeht, beschränkt diese sich derzeit vor allem auf die europäischen Niederlassungen der großen US-Konzerne.
An Ansätzen fehlt es dabei eigentlich nicht. Allein Deutschland als führende Wirtschafsnation in Europa hat vor allem in seiner Hauptstadt eine rege Startup-Szene zu bieten, die aber an verschiedenen Stellen immer wieder an Grenzen stößt und mit ihren Konkurrenten aus den USA nur schwer mithalten kann. Es wäre daher auch an ihm, hier selbst Impulse zu setzen - wenn man denn der Ansicht ist, in der Welt sei nichts stärker unterrepräsentiert, als die europäische Kultur, worüber sich vermutlich trefflich streiten lässt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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