Oettinger: Längere Vertragslaufzeiten, wenn Breitband kommen soll
Günther Oettinger will als neuer EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft auch dafür sorgen, dass der Breitband-Ausbau in Deutschland vorangetrieben wird. Seine Pläne könnten allerdings zu Lasten der Nutzer gehen, wie jetzt deutlich wurde.
Ein Kernproblem besteht weiterhin darin, dass profitorientiert arbeitende Unternehmen natürlich wenig Interesse daran haben, den dünn besiedelten ländlichen Raum zu versorgen. Denn der Ausbau der Infrastruktur in diesen Gebieten erreicht letztlich nur wenige potenzielle Kunden und es ist somit schwieriger, die investierten Beträge wieder hereinzuholen.
Oettinger schwebt daher vor, den Netzbetreibern einen Anreiz zu geben, indem den Nutzern nach dem Ausbau der Infrastruktur für eine bestimmte Zeit ein Wechsel zu einem anderen Anbieter untersagt wird. Das geht aus einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung hervor. Schon heute sind die Kunden in Deutschland in der Regel recht lange an ihren Anbieter gebunden - Verträge ohne eine Laufzeit von zwei Jahren sind kaum zu bekommen. Der Zeitraum könnte so noch länger werden.
"Ich rede nicht von Monopolen auf ewig, sondern über einige Jahre, in denen man als Investor Planungssicherheit hat", sagte Oettinger. Das Thema wolle er demnächst mit den Regulierungsbehörden besprechen. Denn diese sind letztlich dafür zuständig, entsprechende Regelungen zu ermöglichen. Infografik: Zufriedenheit der Nutzer mit ihrer Bandbreite
Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Schweden. Dort wurden die Weichen von der Politik so gestellt, dass der Netzbetreiber Telia kleinere Orte unter Mithilfe der Kommunen direkt ans Glasfasernetz anschließt. Anschließend kann der Nutzer frei wählen, welcher Provider ihn über die Verbindung mit dem Internet verbindet. Auch ein Wechsel ist ohne größere Probleme möglich. Und das zu moderaten Preisen. Eine Glasfaser-Anbindung mit 100 Megabit pro Sekunde in beide Richtungen kostet bei Telia etwas mehr als 40 Euro im Monat.
FAQ: Welche Provider drosseln den Internet-Anschluss und wann?
Oettinger schwebt daher vor, den Netzbetreibern einen Anreiz zu geben, indem den Nutzern nach dem Ausbau der Infrastruktur für eine bestimmte Zeit ein Wechsel zu einem anderen Anbieter untersagt wird. Das geht aus einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung hervor. Schon heute sind die Kunden in Deutschland in der Regel recht lange an ihren Anbieter gebunden - Verträge ohne eine Laufzeit von zwei Jahren sind kaum zu bekommen. Der Zeitraum könnte so noch länger werden.
"Ich rede nicht von Monopolen auf ewig, sondern über einige Jahre, in denen man als Investor Planungssicherheit hat", sagte Oettinger. Das Thema wolle er demnächst mit den Regulierungsbehörden besprechen. Denn diese sind letztlich dafür zuständig, entsprechende Regelungen zu ermöglichen. Infografik: Zufriedenheit der Nutzer mit ihrer Bandbreite
Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Schweden. Dort wurden die Weichen von der Politik so gestellt, dass der Netzbetreiber Telia kleinere Orte unter Mithilfe der Kommunen direkt ans Glasfasernetz anschließt. Anschließend kann der Nutzer frei wählen, welcher Provider ihn über die Verbindung mit dem Internet verbindet. Auch ein Wechsel ist ohne größere Probleme möglich. Und das zu moderaten Preisen. Eine Glasfaser-Anbindung mit 100 Megabit pro Sekunde in beide Richtungen kostet bei Telia etwas mehr als 40 Euro im Monat.
FAQ: Welche Provider drosseln den Internet-Anschluss und wann?
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