Spiele-Bug-Jäger warnen: "Fiasko" von 2014 wird sich wiederholen

Der Sommer ist leider (spürbar) zu Ende. Für Gamer ist das aber eine gute Nachricht, denn im Herbst kommen stets die größten PC- und Videospiele auf den Markt, was natürlich auch mit dem Vorweihnachtsgeschäft zusammenhängt. Doch das ist für die Hersteller mit viel Termindruck verbunden und auf Qualitätssicherung spezialisierte Unternehmen warnen, dass sich das letztjährige "Fiasko" wiederholen wird.
Ubisoft, Assassin's Creed, Bugs, Assassin's Creed Unity
Ubisoft/Retro_Apocalypse

Bugs, Bugs, Bugs

Im Herbst 2014 gab es so manches Spiel, das eigentlich nicht auf den Markt hätte kommen dürfen, da kritische Bugs das Spielvergnügen massiv beeinträchtigten. Die bekanntesten Beispiele sind die PC-Version von Assassin's Creed Unity, Halo: The Master Chief Collection sowie DriveClub. Diese lange Zeit Bug-verseuchten Titel von Ubisoft, Microsoft und Sony Computer Entertainment zeigten, dass auch die Großen des Geschäfts nicht vor solchen kapitalen Bug-Orgien gefeit sind.

Bugs in Assassin's Creed: UnityBugs in Assassin's Creed: UnityBugs in Assassin's Creed: UnityBugs in Assassin's Creed: Unity

Doch laut einem Bericht von MCV ist das auch für dieses Jahr zu befürchten: Das Branchenmagazin hat sich nämlich bei führenden Testfirmen für Spiele-Qualitätssicherung umgehört und die Insider meinen ganz eindeutig, dass die Publisher ihre Lektionen aus dem vierten Quartal von 2014 nicht gelernt hätten.

"Das diesjährige Vorweihnachtsgeschäft wird nicht viel anders sein als das letzte", sagt Chris Rowley von Pole To Win Europe. Das Problem sei vor allem, dass die Spieleentwicklung immer teurer wird und "einen Veröffentlichungstermin zu verpassen, ist für die Publisher nicht akzeptabel", so Rowley. Day One-Patches seien längst die Regel, doch die Entwicklung hinkt meist noch weiter zurück, sodass mehrere Patches benötigt werden.

Sein Kollege James Cubitt von Universally Speaking ist etwas optimistischer: "Die Situation wird besser, ist aber noch lange nicht gelöst." Er meint, dass sowohl Publisher als auch Kunden Verzögerungen nicht länger als etwas Schlechtes sehen sollen, da durch überhastete Qualitätssicherung die Spiele bzw. Marken Schaden nähmen.
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