Glasfaser-Anschlüsse: Deutschland hinkt deutlich hinterher
Die deutsche Breitband-Infrastruktur kann in Sachen Zukunftsfähigkeit nicht mit anderen europäischen Staaten mithalten. Aktuell sieht es zwar noch nicht allzu schlecht aus, allerdings besteht nur wenig Spielraum für eine schnelle Weiterentwicklung, weil es an leistungsfähigen Glasfaser-Verbindungen fehlt.
Eine aktuelle Untersuchung von TNS Infratest und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) bescheinigt Deutschland eine "gut entwickelte technische Infrastruktur". Hierzu gehört beispielsweise eine Breitbandpenetration in der Bevölkerung mit 34,6 Prozent. Im internationalen Vergleich steht man damit relativ solide da.
"Allerdings bleibt die Geschwindigkeit der Netze weiter das zentrale Thema", lautet das einschränkende Fazit. Denn Deutschland hinkt spürbar hinterher, wenn es um Glasfaseranschlüsse geht. Gerade einmal ein Prozent aller Internet-Anbindungen beruht derzeit auf dieser Technik. Das bedeutet im Vergleich mit anderen europäischen Staaten schlicht den letzten Platz.
Die mangelnde Bereitschaft, den Glasfaser-Ausbau konsequent voranzutreiben, kann letztlich dazu führen, dass man eines Tages mit dem Rücken an der Wand steht. Wenn neue Dienste es erforderlich machen, können die Netze in Ländern, in denen bereits ein signifikanter Teil der Nutzer direkt an einer Glasfaser hängen, schnell so konfiguriert werden, dass beispielsweise umgehend viele Nutzer Anbindungen im Gigabit-Bereich haben. Infografik: Glasfaser-Verbreitung in Deutschland
Das ist hierzulande schlicht nicht möglich. Denn insbesondere die Deutsche Telekom als größter Infrastruktur-Betreiber hält auf der letzten Meile störrisch an den alten Kupferkabeln fest und versucht, das letzte aus ihnen herauszuquetschen. Um zu vermeiden, dass seitens der Politik stärkerer Druck auf den Konzern ausgeübt wird, wird mit angeblich horrenden Kosten argumentiert. Viele zehntausend Euro sollen es pro Kilometer sein - was so manchen Nutzer, der beispielsweise die Verhältnisse in Schweden kennt, verwundert zurücklässt.
"Allerdings bleibt die Geschwindigkeit der Netze weiter das zentrale Thema", lautet das einschränkende Fazit. Denn Deutschland hinkt spürbar hinterher, wenn es um Glasfaseranschlüsse geht. Gerade einmal ein Prozent aller Internet-Anbindungen beruht derzeit auf dieser Technik. Das bedeutet im Vergleich mit anderen europäischen Staaten schlicht den letzten Platz.
Die mangelnde Bereitschaft, den Glasfaser-Ausbau konsequent voranzutreiben, kann letztlich dazu führen, dass man eines Tages mit dem Rücken an der Wand steht. Wenn neue Dienste es erforderlich machen, können die Netze in Ländern, in denen bereits ein signifikanter Teil der Nutzer direkt an einer Glasfaser hängen, schnell so konfiguriert werden, dass beispielsweise umgehend viele Nutzer Anbindungen im Gigabit-Bereich haben. Infografik: Glasfaser-Verbreitung in Deutschland
Das ist hierzulande schlicht nicht möglich. Denn insbesondere die Deutsche Telekom als größter Infrastruktur-Betreiber hält auf der letzten Meile störrisch an den alten Kupferkabeln fest und versucht, das letzte aus ihnen herauszuquetschen. Um zu vermeiden, dass seitens der Politik stärkerer Druck auf den Konzern ausgeübt wird, wird mit angeblich horrenden Kosten argumentiert. Viele zehntausend Euro sollen es pro Kilometer sein - was so manchen Nutzer, der beispielsweise die Verhältnisse in Schweden kennt, verwundert zurücklässt.
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Christian Kahle
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