Ex-Nokianer: Jolla stößt Hardware ab und setzt alles auf Sailfish OS
Das von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern, die den Fokus auf Microsoft nicht mitmachen wollten, gegründete Mobile-Unternehmen Jolla steigt aus der Hardware-Entwicklung aus. Das Kernteam wird zukünftig alle Kraft in die Weiterentwicklung der Betriebssystem-Plattform Sailfish OS setzen.
"Jedes Unternehmen muss zu einem bestimmten Zeitpunkt seinen klaren Fokus finden und für Jolla ist diese Zeit nun gekommen", erklärte Aufsichtsratschef Antti Saarnio in einer Stellungnahme der Firma. Dies bedeutet in der Praxis, dass das Unternehmen aufgespalten wird. Der Bereich der Hardware-Entwicklung wird als eigenständige Einheit seiner bisherigen Arbeit und auch speziellen Anforderungen im Security-Bereich nachgehen, offiziell aber nicht mehr zu Jolla gehören.
Stattdessen setzt man alles auf die Software-Entwicklung. Angesichts der Übermacht von Googles Android und Apples iOS an der Spitze des Mobile-Marktes und einer ganzen Reihe von kleineren Anbietern scheint dies ein durchaus gewagtes Unterfangen. Doch wirken die Finnen ziemlich sicher, dass sie sich ihren Platz in dem Sektor erobern können.
"Wir haben mit Sailfish OS gute Möglichkeiten im Lizenzgeschäft", so Saarnio. Nach drei Jahren intensiver Entwicklungsarbeit bewege man sich derzeit mit voller Kraft hin zu Größerem. "Das erfordert beim Team eine absolute Konzentration auf die Software."
Angesichts der Übermacht der großen Plattformen sieht man dabei auch nicht gerade große Chancen in den Industriestaaten. Stattdessen geht es um die riesigen Märkte der so genannten BRIC-Länder - also Brasilien, Russland, Indien und China, sowie verschiedener Schwellenländer. In diesen besteht eine große Nachfrage nach preiswerten Smartphone-Produkten und selbst wenn es nur gelingt, eine bestimmte Nische zu erobern, kann sich dies in millionenfachen Verkäufen niederschlagen.
Eine große Chance, um dies zu erreichen, sieht man darin, flexibel mit stark auf die regionalen Gegebenheiten angepassten Versionen von Sailfish OS zu punkten. Darin liegt eine Möglichkeit, gegen die wesentlich weniger beweglichen Dickschiffe der Branche anzukommen.
Stattdessen setzt man alles auf die Software-Entwicklung. Angesichts der Übermacht von Googles Android und Apples iOS an der Spitze des Mobile-Marktes und einer ganzen Reihe von kleineren Anbietern scheint dies ein durchaus gewagtes Unterfangen. Doch wirken die Finnen ziemlich sicher, dass sie sich ihren Platz in dem Sektor erobern können.
"Wir haben mit Sailfish OS gute Möglichkeiten im Lizenzgeschäft", so Saarnio. Nach drei Jahren intensiver Entwicklungsarbeit bewege man sich derzeit mit voller Kraft hin zu Größerem. "Das erfordert beim Team eine absolute Konzentration auf die Software."
Angesichts der Übermacht der großen Plattformen sieht man dabei auch nicht gerade große Chancen in den Industriestaaten. Stattdessen geht es um die riesigen Märkte der so genannten BRIC-Länder - also Brasilien, Russland, Indien und China, sowie verschiedener Schwellenländer. In diesen besteht eine große Nachfrage nach preiswerten Smartphone-Produkten und selbst wenn es nur gelingt, eine bestimmte Nische zu erobern, kann sich dies in millionenfachen Verkäufen niederschlagen.
Eine große Chance, um dies zu erreichen, sieht man darin, flexibel mit stark auf die regionalen Gegebenheiten angepassten Versionen von Sailfish OS zu punkten. Darin liegt eine Möglichkeit, gegen die wesentlich weniger beweglichen Dickschiffe der Branche anzukommen.
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Christian Kahle
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