HTC-Management verheimlicht zu lange, wie schlimm es wirklich ist
Hat das Management des Smartphone-Herstellers HTC tatsächlich gedacht, dass die Verbraucher plötzlich deutlich mehr von seinen Mobiltelefonen kaufen, oder wurde bis zum letzten Augenblick schlicht gelogen? Dieser Frage wird die taiwanische Finanzaufsicht nach der Veröffentlichung eines aktuellen Ausblicks auf die kommenden Geschäftszahlen nachgehen.
HTC baut durchaus Smartphones, mit denen sich das Unternehmen nicht hinter der Konkurrenz aus dem Android-Lager verstecken muss. Trotzdem waren die Verkaufszahlen bisher eher schwach. Einer der Gründe liegt dabei in der Tatsache, dass das Unternehmen im Marketing beispielsweise nicht die Ressourcen aufbringen kann, die etwa Samsung investiert. Trotzdem hoffte man immer wieder, dass das jeweils neueste Spitzenmodell endlich die Trendwende bringen wird.
So war es auch beim aktuellen Flaggschiff HTC One M9, das gemeinhin recht gute Kritiken erhielt. Entsprechend positiv waren die Erwartungen in die Entwicklung der Geschäftszahlen. Vor einem Monat redete man noch davon, voraussichtlich einen Umsatz von 1,49 Milliarden bis 1,66 Milliarden Dollar erreichen zu können. Einnahmen in dieser Höhe würden auch dafür sorgen, dass unter dem Strich schwarze Zahlen stehen werden - auch wenn diese noch nicht besonders hoch sind, aber immerhin. Als dann vor einer Woche die Aktionäre zur Jahreshauptversammlung zusammenkamen, gab es keinerlei Anzeichen, dass an dieser noch immer bestehenden Prognose etwas nicht stimmen könnte.
Doch deutet sich nun an, dass kein Manager dafür verantwortlich sein wollte, dass die zusammengekommenen Anleger in schlechte Stimmung geraten. Nur wenige Tage nach der Versammlung veröffentlichte man nun aber eine neue Prognose, die komplett andere Ergebnisse vorweg nimmt. Die Schätzungen belaufen sich nun auf einen wesentlich geringeren Umsatz von 1,07 Milliarden bis 1,17 Milliarden Dollar.
Die Begründungen dafür, dass die aktuellen Schätzungen um so viel niedriger ausfallen, dürften kaum überraschen. So wenig konkret sie auch sind, spiegeln sie doch nur wider, was schon von anderen Anbietern bekannt ist. "Schwierige Marktbedingungen" heißt es beispielsweise - was dafür stehen dürfte, dass die starke Konkurrenz aus China den etablierten Herstellern seit geraumer Zeit das Leben schwer macht. Hinzukomme eine geringere Nachfrage nach High End-Android-Geräten - was auch schon seit einiger Zeit bekannt und durch das massive Interesse an Apples letzten iPhones zu erklären ist.
Die taiwanische Börsenaufsicht hat nun Ermittlungen dazu aufgenommen, warum das Management so lange über die reale Entwicklung geschwiegen hat. Immerhin hat diese Heimlichtuerei die Anleger ordentlich Geld gekostet. Nach dem Bekanntwerden der aktuellen Prognose ist der Aktienkurs des Unternehmens auf den schlechtesten Wert des letzten Jahrzehnts abgesackt.
So war es auch beim aktuellen Flaggschiff HTC One M9, das gemeinhin recht gute Kritiken erhielt. Entsprechend positiv waren die Erwartungen in die Entwicklung der Geschäftszahlen. Vor einem Monat redete man noch davon, voraussichtlich einen Umsatz von 1,49 Milliarden bis 1,66 Milliarden Dollar erreichen zu können. Einnahmen in dieser Höhe würden auch dafür sorgen, dass unter dem Strich schwarze Zahlen stehen werden - auch wenn diese noch nicht besonders hoch sind, aber immerhin. Als dann vor einer Woche die Aktionäre zur Jahreshauptversammlung zusammenkamen, gab es keinerlei Anzeichen, dass an dieser noch immer bestehenden Prognose etwas nicht stimmen könnte.
Doch deutet sich nun an, dass kein Manager dafür verantwortlich sein wollte, dass die zusammengekommenen Anleger in schlechte Stimmung geraten. Nur wenige Tage nach der Versammlung veröffentlichte man nun aber eine neue Prognose, die komplett andere Ergebnisse vorweg nimmt. Die Schätzungen belaufen sich nun auf einen wesentlich geringeren Umsatz von 1,07 Milliarden bis 1,17 Milliarden Dollar.
Die Begründungen dafür, dass die aktuellen Schätzungen um so viel niedriger ausfallen, dürften kaum überraschen. So wenig konkret sie auch sind, spiegeln sie doch nur wider, was schon von anderen Anbietern bekannt ist. "Schwierige Marktbedingungen" heißt es beispielsweise - was dafür stehen dürfte, dass die starke Konkurrenz aus China den etablierten Herstellern seit geraumer Zeit das Leben schwer macht. Hinzukomme eine geringere Nachfrage nach High End-Android-Geräten - was auch schon seit einiger Zeit bekannt und durch das massive Interesse an Apples letzten iPhones zu erklären ist.
Die taiwanische Börsenaufsicht hat nun Ermittlungen dazu aufgenommen, warum das Management so lange über die reale Entwicklung geschwiegen hat. Immerhin hat diese Heimlichtuerei die Anleger ordentlich Geld gekostet. Nach dem Bekanntwerden der aktuellen Prognose ist der Aktienkurs des Unternehmens auf den schlechtesten Wert des letzten Jahrzehnts abgesackt.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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