Firefox 38 mit DRM: Mozilla beugt sich zähneknirschend der Realität
Die gerade erfolgte Veröffentlichung des Open Source-Browsers Firefox in der Version 38 stellt einen weiteren Punkt dar, in dem Mozilla die Ideale der Open Source-Community außer Acht lassen und sich den Realitäten im Netz stellen muss. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die native Unterstützung von DRM-Standards.
Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, das Feature in den Browser zu implementieren. Immerhin widersprechen DRM-Systeme dem Selbstverständnis des Projekts als offene und freie Software. Die eingesetzten Technologien sind von Natur aus geschlossen. Hätte man aber auf der reinen Lehre beharrt und konsequent auf DRM-Support verzichtet, hätten die Nutzer wichtige Angebote nicht verwenden können.
"Wir glauben nicht, dass DRM eine erstrebenswerte Lösung ist, aber es ist derzeit die einzige Möglichkeit, ein sehr gefragtes Segment an Inhalten anzusehen", hieß es in einer Stellungnahme zur aktuellen Entwicklung. Das betrifft insbesondere die Angebote für Videostreaming. Insbesondere Netflix hat sich in den USA in den letzten Jahren zur dominanten Alternative zum klassischen Fernsehen entwickelt, was sich beispielsweise in den Traffic-Anteilen zeigt. Kein anderer Internet-Dienst sorgt in den Netzen auch nur annähernd für ähnliche Mengen an Traffic. Und es ist sicher, dass die Nutzer eher auf einen anderen Browser umsteigen, als auf den Dienst zu verzichten.
Zumindest symbolisch sorgt das Entwickler-Team dafür, dass die proprietäre DRM-Software möglichst nicht mit dem Firefox in Verbindung gebracht wird. Daher integrierte man auch eine separate Sandbox, in der die CDM-Software laufen darf. Dem Anwender steht es außerdem jederzeit frei, das Modul einfach zu entfernen. Weiterhin wird der Browser als separate Version zum Download angeboten, die nach der Installation keinen DRM-Download durchführt.
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"Wir glauben nicht, dass DRM eine erstrebenswerte Lösung ist, aber es ist derzeit die einzige Möglichkeit, ein sehr gefragtes Segment an Inhalten anzusehen", hieß es in einer Stellungnahme zur aktuellen Entwicklung. Das betrifft insbesondere die Angebote für Videostreaming. Insbesondere Netflix hat sich in den USA in den letzten Jahren zur dominanten Alternative zum klassischen Fernsehen entwickelt, was sich beispielsweise in den Traffic-Anteilen zeigt. Kein anderer Internet-Dienst sorgt in den Netzen auch nur annähernd für ähnliche Mengen an Traffic. Und es ist sicher, dass die Nutzer eher auf einen anderen Browser umsteigen, als auf den Dienst zu verzichten.
Man distanziert sich, so gut es geht
Im neuen Firefox kommt daher nun das Adobe Content Decryption Module (CDM) zum Einsatz, mit dem sich geschützte Videostreams abspielen lassen. Dieses liefert Mozilla nicht direkt mit. Direkt nach der Aktualisierung des Browsers wird das Modul aber heruntergeladen. Sobald der Nutzer zum ersten Mal eine Seite ansteuert, die DRM-Support verlangt, erfolgt die Aktivierung.Zumindest symbolisch sorgt das Entwickler-Team dafür, dass die proprietäre DRM-Software möglichst nicht mit dem Firefox in Verbindung gebracht wird. Daher integrierte man auch eine separate Sandbox, in der die CDM-Software laufen darf. Dem Anwender steht es außerdem jederzeit frei, das Modul einfach zu entfernen. Weiterhin wird der Browser als separate Version zum Download angeboten, die nach der Installation keinen DRM-Download durchführt.
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