Netflix-Chef: Fernsehen wird binnen 15 Jahren bedeutungslos
Das Fernsehen, wie wir es bisher kennen, wird vielleicht schneller das Zeitliche segnen, als viele bisher glauben. Davon ist zumindest Reed Hastings, der Chef des großen Streaming-Anbieters Netflix überzeugt. Dieser will in Zukunft aber nicht nur dem Fernsehen Nutzer abnehmen, sondern noch viel dickere Bretter bohren.
Auf einer Konferenz in Mexico City erklärte Hastings dieser Tage, dass die Tage der herkömmlichen Fernsehausstrahlung mehr oder weniger gezählt sind. "Das ist, wie es beim Pferd war - man wusste, dass es gut ist, bis wir das Auto hatten", führte er aus. "Das Zeitalter der Fernsehausstrahlung wird wahrscheinlich bis 2030 zu Ende gehen."
Lange Zeit sah es so aus, als würden Fernsehen und das Internet sehr gut nebeneinander existieren können. Zwar stiegen die Nutzungszeiten für Online-Angebote immer weiter an, doch beim TV waren keine sinkenden Zahlen zu sehen. Doch dann setzte der Wandel doch noch ein, auch wenn er noch am Anfang steht: Die aufstrebenden Streaming-Anbieter schaffen es, den Fernsehsendern tatsächlich Nutzer abzuziehen.
Dies hatten Beobachter der Entwicklung bereits vor einiger Zeit vorausgesehen und angemerkt, dass die TV-Sender mehr ihre Stärken ausspielen müssen. Diese liegen dort, wo Video-on-demand nicht sinnvoll ist - bei live übertragenen Ereignissen. Doch zeigte eine kürzlich veröffentlichte Studie, dass auch Live-Events den Sendern nicht unbedingt helfen werden.
Denn wenn die Nutzer sich erst einmal daran gewöhnt haben, ihre Video-Inhalte aus dem Internet zu beziehen, wollen sie hier auch das nächste Fußballspiel oder die Übertragung von olympischen Wettkämpfen verfolgen. Dabei bietet das Netz auch in diesem Bereich teils Vorteile, die das klassische Fernsehen nicht bieten kann. So war es online beispielsweise möglich, bei den letzten Olympischen Spielen frei zu wählen, welchen von mehreren parallel stattfindenden Wettkämpfen man gern verfolgen möchte.
Die TV-Sender sind aber nicht der einzige Konkurrent, den Hastings für die zukünftige Entwicklung seiner Firma sieht. Wenn es um die Bindung von Nutzern geht, kann das Fernsehen hier ohnehin nicht mithalten - denn es ist ein sehr großer Vorteil, wenn die Nutzer frei entscheiden können, wann sie bestimmte Inhalte abrufen wollen. Der Streit dürfte sich daher vor allem auch darum entfalten, wo die Verbraucher einen Film zuerst zu sehen bekommen. Letztlich gehe es also laut Hastings darum, "den Würgegriff der Kinos" um die Erstveröffentlichungen zu brechen.
Lange Zeit sah es so aus, als würden Fernsehen und das Internet sehr gut nebeneinander existieren können. Zwar stiegen die Nutzungszeiten für Online-Angebote immer weiter an, doch beim TV waren keine sinkenden Zahlen zu sehen. Doch dann setzte der Wandel doch noch ein, auch wenn er noch am Anfang steht: Die aufstrebenden Streaming-Anbieter schaffen es, den Fernsehsendern tatsächlich Nutzer abzuziehen.
Dies hatten Beobachter der Entwicklung bereits vor einiger Zeit vorausgesehen und angemerkt, dass die TV-Sender mehr ihre Stärken ausspielen müssen. Diese liegen dort, wo Video-on-demand nicht sinnvoll ist - bei live übertragenen Ereignissen. Doch zeigte eine kürzlich veröffentlichte Studie, dass auch Live-Events den Sendern nicht unbedingt helfen werden.
Denn wenn die Nutzer sich erst einmal daran gewöhnt haben, ihre Video-Inhalte aus dem Internet zu beziehen, wollen sie hier auch das nächste Fußballspiel oder die Übertragung von olympischen Wettkämpfen verfolgen. Dabei bietet das Netz auch in diesem Bereich teils Vorteile, die das klassische Fernsehen nicht bieten kann. So war es online beispielsweise möglich, bei den letzten Olympischen Spielen frei zu wählen, welchen von mehreren parallel stattfindenden Wettkämpfen man gern verfolgen möchte.
Die TV-Sender sind aber nicht der einzige Konkurrent, den Hastings für die zukünftige Entwicklung seiner Firma sieht. Wenn es um die Bindung von Nutzern geht, kann das Fernsehen hier ohnehin nicht mithalten - denn es ist ein sehr großer Vorteil, wenn die Nutzer frei entscheiden können, wann sie bestimmte Inhalte abrufen wollen. Der Streit dürfte sich daher vor allem auch darum entfalten, wo die Verbraucher einen Film zuerst zu sehen bekommen. Letztlich gehe es also laut Hastings darum, "den Würgegriff der Kinos" um die Erstveröffentlichungen zu brechen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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