Netflix will nun hart gegen VPN- und Proxy-"Piraten" vorgehen

Der Streaming-Anbieter Netflix ist mittlerweile in vielen Ländern verfügbar, auch im deutschsprachigen Raum. Das jeweilige Angebot unterscheidet sich aber teils signifikant voneinander, Serien und Filme sind weltweit nicht einheitlich verfügbar, was natürlich am Rechtedickicht liegt. Bisher konnte man regionale Sperren aber per VPN und Co. umgehen, damit soll bald aber Schluss sein.
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Netflix

Fern-und Fremdseher

Es ist bekannt, dass Netflix die "Fremdseher", auch wenn es sich dabei um zahlende Kunden handelt, ein Dorn im Auge sind. Oder besser gesagt: Der VoD-Dienst steht dabei unter Druck der Rechtebesitzer, da diese die Kontrolle wollen, welche ihrer Inhalte wo zu sehen sind.

Bisher war das im Falle von Netflix aber verhältnismäßig leicht auszuhebeln: Dank VPN und anderen Hilfsmitteln, mit denen sich die Geolocation ändern lässt, konnte man auf das Angebot in einem anderen Land zugreifen. Auf dem australischen Markt, wo zudem auch keine Sprachbarriere besteht, wurden solche Nutzer in Vergangenheit aber auch schon als "VPN-Piraten" bezeichnet.


Wie das Filesharing-Blog TorrentFreak berichtet, hat Netflix in den vergangenen Wochen verstärkt Maßnahmen dagegen ergriffen, beispielsweise wurde in der Android-App von Netflix zuletzt die Google-DNS fixiert, was die Umgehung erschwert hat, aber auch (inzwischen) nicht ausgeschlossen hat, da es auch dafür bzw. dagegen eine Lösung gibt.

In den vergangenen Wochen kam es jedoch zu einer Häufung diverser Maßnahmen, darunter die Sperrung ganzer IP-Bereiche. Der VPN-Anbieter TorGuard vermutet aber, dass das vorerst nur "Experimente" - erwähnt wird u. a. die Zeitzone des Nutzers, auch im Zusammenhang mit GPS - seien, da die Gegenschritte bisher nicht besonders aggressiv seien.

Eine besondere Rolle im Kampf gegen die "VPN-Piraten" spielt Sony Pictures, das laut einem durchgesickerten Dokument Netflix massiv unter Druck zu setzen versucht. Ob es tatsächlich eine so gute Idee ist, pauschal gegen Nutzer, die Geld für Streaming-Dienste bezahlen, vorzugehen, sei an dieser Stelle dahingestellt.

Siehe auch: Netflix Deutschland im Test und Kommentar - Rette uns, wer kann!
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