Uber: Nach Preissenkung findet "Mitfahrzentrale" kaum noch Fahrer

Der Taxi-ähnliche Mitfahrdienst UberPop steht seit Wochen unter Beschuss, die Taxi-Branche geht immer wieder vor Gericht gegen das US-Startup vor. Zuletzt musste man die Preise auf 35 Cent pro Kilometer senken, was zur Folge hat, dass Uber kaum noch Fahrer findet, die bereit sind, für das Unternehmen tätig zu sein.
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"Nachwuchs"-Sorgen

Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet in seiner aktuellen Print-Ausgabe, dass die "Mitfahrzentrale" Uber derzeit unter Personalmangel leidet. Grund dafür ist, dass man nach der jüngsten Preissenkung kaum noch Interessenten findet, die im Dienste von Uber das Lenkrad in die Hände nehmen wollen.

Das bestätigte auch Uber-Deutschland-Sprecher Fabien Nestmann gegenüber dem Focus: "Seitdem wir die Einnahmen pro Kilometer auf 35 Cent begrenzen mussten, ist das Interesse der Fahrer gesunken." Das betrifft laut Nestmann aber in erster Linie Neuzugänge, alle jene Chauffeure, die schon bisher für Uber unterwegs waren, bleiben dem umstrittenen Taxi-Konkurrenten treu.

Mitfahr-App Uber (Android)Mitfahr-App Uber (Android)Mitfahr-App Uber (Android)Mitfahr-App Uber (Android)

Neue Interessenten können aber kaum noch gewonnen werden, Fabien Nestmann führt das auf den "restriktiven Rahmen" der zuletzt ausgesprochenen Gerichtsentscheidungen zurück. Die traditionelle Taxi-Branche hatte Uber mit Klagen überzogen und verweist auf Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz.

Mit der Preissenkung auf 35 Cent pro Kilometer (in Berlin und Hamburg) und der Umbenennung auf "Mitfahrzentrale" versucht Uber dem gesetzlichen Rahmen des Personenbeförderungsgesetzes zu entkommen. Das hat aber eben auch zur Folge, dass es sich für private Autofahrer kaum noch lohnt, sich in Dienste von Uber zu stellen. In München gelten übrigens noch die alten Preise, hier zahlen Fahrgäste nach wie vor eine 75-Cent-Kilometerpauschale (plus geringe Minutengebühr).

Die Maßnahmen von Uber sollen allerdings keine finale Lösung sein, man will damit die Zeit überbrücken, bis man in der Politik eine erhoffte Änderung des Personenbeförderungsgesetzes durchgebracht hat.
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