35 Cent pro Kilometer: Taxi-Konkurrent Uber setzt jetzt auf Dumping
Seit dem Deutschlandstart hat Uber mit Widerstand zu kämpfen. Wegen juristischer Auseinandersetzungen und Niederlagen vor Gericht passt das Start-up jetzt seine Beförderungspreise in Berlin und Hamburg an: Dort kostet der Taxi-Konkurrent jetzt 35 Cent pro Kilometer.
Simples Logo - komplizierte Rechtslage: Uber will in Deutschland bleiben - um fast jeden Preis.
Wie Uber in einem Newsletter mitteilte, werden die Beförderungspreise in Berlin und Hamburg auf die rekordverdächtige Tiefstmarke von 35 Cent pro Kilometer gesenkt. Zum Vergleich: In München, wo gegen Uber bislang noch kein Verbot ausgesprochen wurde, müssen Uber-Nutzer neben einer Buchungspauschale von 1 Euro und einem Kilometerpreis von 75 Cent pro gefahrener Minute 15 Cent bezahlt werden.
Mit dem neuen Preisdumping will Uber erreichen, dass Uber Pop - der Vermittlungsservice für private Autofahrer - als eine Art Mitfahrzentrale anerkannt wird, die nicht den Regulierungen des Personenbeförderungsgesetzes entsprechen muss. Durch diese neue Methode kann das Unternehmen unter anderem einer Auflage nachkommen, nach der Fahrer von Mitfahrern neben den Betriebskosten keine weiteren Zahlungen verlangen dürfen.
Die jetzt gewonnene Zeit soll genutzt werden, um die Politik von einer Änderung des Personenbeförderungsgesetzes zu überzeugen. Bei den neuen Konditionen muss sich jetzt aber erst einmal zeigen, ob Uber wirklich noch genug private Fahrer zum Mitmachen bewegen kann. Diese können wie bisher 80 Prozent des Fahrpreises einbehalten - bei 35 Cent pro Kilometer, ist dabei aber nicht viel zu verdienen.
Klein beigeben mit kleinen Preisen
Einstweilige Verfügungen, Urteile und Anklagen: Uber schlägt in Deutschland viel scharfer Wind entgegen. Zuletzt wurde dem Unternehmen, das unter anderem private Fahrer über eine App als Taxi-Konkurrenz vermittelt, untersagt, seinen Service in Berlin und Hamburg weiter anzubieten. Dieses Verbot will das in den USA sehr erfolgreiche Start-up jetzt sozusagen mit einem Trick umgehen.
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Wie Uber in einem Newsletter mitteilte, werden die Beförderungspreise in Berlin und Hamburg auf die rekordverdächtige Tiefstmarke von 35 Cent pro Kilometer gesenkt. Zum Vergleich: In München, wo gegen Uber bislang noch kein Verbot ausgesprochen wurde, müssen Uber-Nutzer neben einer Buchungspauschale von 1 Euro und einem Kilometerpreis von 75 Cent pro gefahrener Minute 15 Cent bezahlt werden.
Mit dem neuen Preisdumping will Uber erreichen, dass Uber Pop - der Vermittlungsservice für private Autofahrer - als eine Art Mitfahrzentrale anerkannt wird, die nicht den Regulierungen des Personenbeförderungsgesetzes entsprechen muss. Durch diese neue Methode kann das Unternehmen unter anderem einer Auflage nachkommen, nach der Fahrer von Mitfahrern neben den Betriebskosten keine weiteren Zahlungen verlangen dürfen.
Weniger als die Betriebskosten
Für Uber ist für die Anerkennung als Mitfahrzentrale entscheidend, dass man mit dem jetzt angesetzten Kilometerpreis sogar unter den eigentlichen Betriebskosten für ein Fahrzeug in Berlin liegt. Dass man mit dieser Dumping-Taktik vorerst wohl keinen Gewinn machen wird, scheint klar: "Das müssen wir erst mal so hinnehmen. Die Alternative wäre, ganz vom Markt zu verschwinden", zitiert die Welt in ihrem Bericht einen Uber-Mitarbeiter.Die jetzt gewonnene Zeit soll genutzt werden, um die Politik von einer Änderung des Personenbeförderungsgesetzes zu überzeugen. Bei den neuen Konditionen muss sich jetzt aber erst einmal zeigen, ob Uber wirklich noch genug private Fahrer zum Mitmachen bewegen kann. Diese können wie bisher 80 Prozent des Fahrpreises einbehalten - bei 35 Cent pro Kilometer, ist dabei aber nicht viel zu verdienen.
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