Amazon ersetzt deutsche Mitarbeiter vorerst nicht durch Roboter
Der Online-Händler Amazon wird seine Logistikzentren in Deutschland in absehbarer Zeit noch nicht weiter automatisieren. Der Einsatz speziell entwickelter Logistik-Roboter bringt offenbar bisher keine so großen Vorteile, dass selbst eine relativ aufmüpfige Belegschaft sinnvoll zu ersetzen wäre.
Grundsätzlich werde es auch hierzulande wohl in Zukunft soweit sein, dass die Systeme viele Arbeiten übernehmen. "Aber im Moment gibt es keine Pläne", sagte Jochen Dittrich, der die Amazon-Logistik in Europa verantwortet, gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus (heutige Ausgabe). "Das ist zurzeit ein reines US-Thema", betonte er.
Dort treibt Amazon die Automatisierungspläne massiv voran. Vor zwei Jahren hatte man unter anderem den Roboterhersteller Kiva Systems übernommen und investierte immerhin 775 Millionen Dollar in diesen Deal. Dessen Systeme sorgen dafür, dass die Mitarbeiter in den Logistikzentren nicht mehr selbst durch endlose Regalreihen laufen und die gewünschten Produkte zusammentragen müssen.
Stattdessen werden die jeweiligen Lager-Module zu den Beschäftigten gebracht, die die Sendungen zusammenstellen und in Pakete verpacken. Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte angekündigt, dass bis zum Jahresende in den USA rund 10.000 dieser Roboter in den Logistikzentren im Einsatz sein sollen. Insgesamt könnten die Roboter allein bei dem weltweit größten Online-Händler nach Schätzungen etwa 25.000 Beschäftigte ersetzen.
Betrachtet man den Gesamtkonzern wäre Deutschland aus Sicht des Managements vermutlich besonders prädestiniert, um die Automatisierung voranzutreiben. Denn hier hat es das Unternehmen vergleichsweise häufig mit Streiks zu tun, mit denen die Mitarbeiter versuchen, bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Allerdings sollen die Systeme noch nicht so gut funktionieren, wie Amazon es gerne hätte, heißt es in der Robotik-Branche. Nun soll Bill Vass, ein Veteran der Branche und bis Mai noch Chef der kalifornischen Roboterfirma Liquid Robotics, die Pläne von Bezos vorantreiben.
Dort treibt Amazon die Automatisierungspläne massiv voran. Vor zwei Jahren hatte man unter anderem den Roboterhersteller Kiva Systems übernommen und investierte immerhin 775 Millionen Dollar in diesen Deal. Dessen Systeme sorgen dafür, dass die Mitarbeiter in den Logistikzentren nicht mehr selbst durch endlose Regalreihen laufen und die gewünschten Produkte zusammentragen müssen.
Stattdessen werden die jeweiligen Lager-Module zu den Beschäftigten gebracht, die die Sendungen zusammenstellen und in Pakete verpacken. Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte angekündigt, dass bis zum Jahresende in den USA rund 10.000 dieser Roboter in den Logistikzentren im Einsatz sein sollen. Insgesamt könnten die Roboter allein bei dem weltweit größten Online-Händler nach Schätzungen etwa 25.000 Beschäftigte ersetzen.
Betrachtet man den Gesamtkonzern wäre Deutschland aus Sicht des Managements vermutlich besonders prädestiniert, um die Automatisierung voranzutreiben. Denn hier hat es das Unternehmen vergleichsweise häufig mit Streiks zu tun, mit denen die Mitarbeiter versuchen, bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Allerdings sollen die Systeme noch nicht so gut funktionieren, wie Amazon es gerne hätte, heißt es in der Robotik-Branche. Nun soll Bill Vass, ein Veteran der Branche und bis Mai noch Chef der kalifornischen Roboterfirma Liquid Robotics, die Pläne von Bezos vorantreiben.
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Christian Kahle
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