Amazon: Streiks flammen heute an vier Standorten wieder auf
Wer am Wochenende eine Bestellung beim Online-Händler Amazon aufgegeben hat, könnte dieser Tage nicht so schnell beliefert werden, wie man es gewohnt ist. Denn an verschiedenen Niederlassungen treten Mitarbeiter erneut in einen Streik, um einen anderen Tarifvertrag durchzusetzen.
Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, seien die Beschäftigten in vier Niederlassungen des Unternehmens für heute und morgen dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Betroffen sind die Standorte Leipzig (Sachsen), Bad Hersfeld (Hessen), Graben bei Augsburg (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen). Nachdem die letzte Nachtschicht in Bad Hersfeld startete, schlossen sich am Morgen die Frühschichten in den anderen drei Orten an.
Der Streit dreht sich um den Tarifvertrag für die Mitarbeiter. Amazon richtet sich hier nach den Regelungen für das Logistik-Gewerbe. Die Gewerkschaft ist hingegen der Ansicht, dass der Konzern in erster Linie ein Handels-Unternehmen ist und will entsprechend, dass die Tarifvereinbarungen für dieses Segment zur Anwendung kommen - was den Beschäftigten neben höheren Löhnen - die Rede ist von mehreren hundert Euro Unterschied - auch einige andere Vorteile brächte.
Um die Auseinandersetzung zu beschwichtigen und die Auswirkungen des Streiks möglichst klein zu halten, soll Amazon an den vier Standorten gerade erst Lohnerhöhungen zwischen 2,1 und 3 Prozent angekündigt haben. Die Gewerkschaft sieht dies als Zeichen, dass das Unternehmen unter Druck steht und die Aktivitäten der Belegschaft Wirkung zeigen. Allerdings, so erklärte Nutzenberger, wolle man sich nicht die Gehälter diktieren lassen, sondern eine endgültige Einigung auf einen Tarifvertrag erzielen.
Langer Atem
Damit setzt sich eine schon lange andauernde Auseinandersetzung zwischen dem Unternehmen und den Belegschaftsvertretern fort. "Die Beschäftigten aber lassen in ihrem Druck nicht nach. Sie haben einen langen Atem und kämpfen dafür, dass man ihrer Arbeit mit Respekt begegnet", so Stefanie Nutzenberger, die im Verdi-Bundesvorstand für den Bereich Handel zuständig ist.Der Streit dreht sich um den Tarifvertrag für die Mitarbeiter. Amazon richtet sich hier nach den Regelungen für das Logistik-Gewerbe. Die Gewerkschaft ist hingegen der Ansicht, dass der Konzern in erster Linie ein Handels-Unternehmen ist und will entsprechend, dass die Tarifvereinbarungen für dieses Segment zur Anwendung kommen - was den Beschäftigten neben höheren Löhnen - die Rede ist von mehreren hundert Euro Unterschied - auch einige andere Vorteile brächte.
Um die Auseinandersetzung zu beschwichtigen und die Auswirkungen des Streiks möglichst klein zu halten, soll Amazon an den vier Standorten gerade erst Lohnerhöhungen zwischen 2,1 und 3 Prozent angekündigt haben. Die Gewerkschaft sieht dies als Zeichen, dass das Unternehmen unter Druck steht und die Aktivitäten der Belegschaft Wirkung zeigen. Allerdings, so erklärte Nutzenberger, wolle man sich nicht die Gehälter diktieren lassen, sondern eine endgültige Einigung auf einen Tarifvertrag erzielen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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