31 Mrd. Dollar: Telekom kann T-Mobile USA jetzt doch verkaufen

Der Deutschen Telekom steht ein Geldregen bevor. Der bereits mehrfach versuchte Verkauf der Tochter T-Mobile USA soll nun tatsächlich doch noch funktionieren. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg sei man sich mit dem Telekommunikationskonzern Sprint nahezu einig. Wie unter Berufung auf informierte Kreise berichtet wird, würde der Wert des US-Mobilfunkbetreibers derzeit auf fast 40 Dollar je Aktie beziffert. Dies entspräche einer Gesamtsumme von rund 31 Milliarden Dollar. Sprint soll den Betrag zur Hälfte in eigenen Aktien und den verbleibenden Teil in bar zahlen wollen. Die Deutsche Telekom wäre so nach Abschluss des Deals zu 15 Prozent an dem US-Konzern beteiligt.

Nummer 3 und 4 zusammen

Mit einer offiziellen Bekanntgabe des Verkaufs soll schon im Juli gerechnet werden können. Durch die Übernahme würden sich der dritt- und viertgrößte Mobilfunkbetreiber der USA zusammenschließen und so ordentlich Druck auf die beiden Marktführer AT&T und Verizon Wireless ausüben.

Ein Problem bei der Sache könnten allerdings die Wettbewerbsbehörden darstellen. Diese hatten letztlich mit ihren Auflagen schon dafür gesorgt, dass der Verkauf von T-Mobile USA an AT&T nicht zustande kam. Der japanische Milliardär Masayoshi Son, Gründer des Softbank-Konzerns und mit diesem derzeit 80-prozentiger Eigner von Sprint, soll hierfür aber schon einen Plan haben. Er will herausstellen, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb im US-Mobilfunkmarkt deutlich anheizen kann - mit entsprechend positiven Effekten für den Verbraucher.

Schon zu beginn der Verhandlungen sollen die Deutsche Telekom und Softbank nicht so weit voneinander entfernt gewesen sein, hieß es. Demnach wollte der deutsche Konzern einen Preis von 40 Dollar je Aktie erzielen, die Japaner waren immerhin bereit, etwas im oberen Dreißiger-Bereich zu zahlen. Letztlich sollen sich die Beteiligten im Laufe der Gespräche immer weiter angenähert haben.
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