Amazon patentiert die Fotografie vor weißer Wand
Der Handelskonzern Amazon hat sich eine Methode patentieren lassen, mit der Personen oder Gegenstände vor einem weißen Hintergrund abgelichtet werden können. Bei Fotografen sorgt dies nun für Stirnrunzeln.
Das Patent, das jetzt vom US-Patentamt anerkannt wurde, beinhaltet im Wesentlichen die Ausgestaltung und Belichtung eines Fotostudios, mit der Objekte vor einem weißen Hintergrund möglichst gut in Szene gesetzt werden können. Für Amazon sind solche Bilder notwendig, um einerseits Produkte, die verkauft werden sollen, möglichst gut zu präsentieren, während sich die Bilder leicht in die Webseite einbetten lassen.
In der Patentschrift wird dabei sogar auf Arbeitsschritte eingegangen, die letztlich keine Auswirkungen auf das Bild an sich haben dürften. So wird penibel genau ausgeführt, dass in der Vorbereitung der Aufnahme zuerst die Beleuchtung des Hintergrundes und dann die des Vordergrundes aktiviert werden sollen. Erst dann soll das Objekt vor der Kamera positioniert werden. Durch solche Details soll vermutlich suggeriert werden, dass man bei Amazon tatsächlich ein einzigartiges Verfahren ausgeklügelt hat, das patentwürdig ist.
Studio-Ausgestaltung laut Amazon
Dabei stellt sich die Frage, welchen Sinn ein solches Schutzrecht hat. Vermutlich versucht der Konzern sich dadurch davor zu schützen, dass seine Arbeitsprozesse eines Tages von einem Patenttroll gestört werden, der genau dieses Vorgehen als seine Erfindung ausgibt. Offensiv ließe sich das Patent schließlich wohl nur mit wenig Erfolgschancen einsetzen. Denn nach Einschätzung professioneller Fotografen dürfte eine entsprechende Ausleuchtung eines Studios schon lange vor der Einreichung des Patentantrages von vielen anderen so eingesetzt worden sein. Allerdings, so hieß es auch, würde es wohl schwer werden, genau dies nachzuweisen, da kaum ein Fotograf ständig detailliert die Positionierung von Lampen dokumentiert.
Perfekt weiße Wände
In der Patentschrift wird so detailliert ausgeführt, in welcher Position Objekt und Kamera in einem Fotostudio idealerweise zueinander stehen und wo und in welchem Winkel die Beleuchtung genau angeordnet sein muss, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Das nun patentierte Verfahren soll dabei so gut funktionieren, dass kaum noch eine Nachbearbeitung des Bildes erforderlich wird, um einen perfekt weißen Hintergrund, der sich nicht vom Hintergrund der Webseite abhebt, zu erreichen.In der Patentschrift wird dabei sogar auf Arbeitsschritte eingegangen, die letztlich keine Auswirkungen auf das Bild an sich haben dürften. So wird penibel genau ausgeführt, dass in der Vorbereitung der Aufnahme zuerst die Beleuchtung des Hintergrundes und dann die des Vordergrundes aktiviert werden sollen. Erst dann soll das Objekt vor der Kamera positioniert werden. Durch solche Details soll vermutlich suggeriert werden, dass man bei Amazon tatsächlich ein einzigartiges Verfahren ausgeklügelt hat, das patentwürdig ist.
Studio-Ausgestaltung laut Amazon
Dabei stellt sich die Frage, welchen Sinn ein solches Schutzrecht hat. Vermutlich versucht der Konzern sich dadurch davor zu schützen, dass seine Arbeitsprozesse eines Tages von einem Patenttroll gestört werden, der genau dieses Vorgehen als seine Erfindung ausgibt. Offensiv ließe sich das Patent schließlich wohl nur mit wenig Erfolgschancen einsetzen. Denn nach Einschätzung professioneller Fotografen dürfte eine entsprechende Ausleuchtung eines Studios schon lange vor der Einreichung des Patentantrages von vielen anderen so eingesetzt worden sein. Allerdings, so hieß es auch, würde es wohl schwer werden, genau dies nachzuweisen, da kaum ein Fotograf ständig detailliert die Positionierung von Lampen dokumentiert.
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