Google wird nicht mehr in Schüler-Mails schnüffeln
Der Suchmaschinenriese Google bietet die meisten seiner Dienste kostenlos an, man finanziert sich schließlich durch Werbung. Welche man zu sehen bekommt, wird dem Nutzerverhalten angepasst, diese bestimmt man teils durch "Schnüffeln" in Gmail.
Diese Praxis, die jedoch alles andere als ein Geheimnis ist und laut Google auch nicht missbraucht werde, wird immer wieder kritisiert und angegriffen. Konkurrent Microsoft widmet dem Ganzen sogar eine ganze Kampagne, die immer wieder unter dem Titel "Scroogled" Giftpfeile in Richtung Mountain View abschießt.
Die Microsoft-Kampagne ist umstritten, in einem Punkt konnten aber selbst ihre größten Kritiker nicht widersprechen: In der Schule hat Werbung nichts verloren. Im vergangenen Sommer starteten die Redmonder deshalb eine Bing-Version, die auf Werbung verzichtet und die Privatsphäre besser schützt.
Ganz freiwillig dürfte Google diese Entscheidung aber nicht getroffen haben, da der nun bekannt gegebene Verzicht auch Gegenstand einer Klage aus dem Vorjahr ist. Es war nicht die erste Klage dieser Art, im Zuge des Verfahrens mussten die Kalifornier aber eben zugeben, dass auch E-Mails von Schülern erfasst werden.
Google hat nun - ohne die noch ausstehende Verhandlung abzuwarten - bekannt gegeben, dass man im Bildungsbereich das Gmail-Scannen nicht länger durchführen und auch sonst keinerlei Daten sammeln wird. Ein "Scan-Stopp" soll in naher Zukunft auch bei den"Apps"-Diensten für Business und Regierungseinrichtungen umgesetzt werden.
Die Microsoft-Kampagne ist umstritten, in einem Punkt konnten aber selbst ihre größten Kritiker nicht widersprechen: In der Schule hat Werbung nichts verloren. Im vergangenen Sommer starteten die Redmonder deshalb eine Bing-Version, die auf Werbung verzichtet und die Privatsphäre besser schützt.
Scan-Stopp an Schulen
Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat Google nun aber bestätigt, dass man Schnüffelei künftig im schulischen Bereich unterlassen wird. Werbung gab es zwar seit Einführung des "Google Apps for Education" genannten Programms, das immerhin circa 30 Millionen Schüler, Studenten und Lehrer nutzen, keine, gescannt wurden die dafür notwendigen Gmail-Konten aber dennoch.Ganz freiwillig dürfte Google diese Entscheidung aber nicht getroffen haben, da der nun bekannt gegebene Verzicht auch Gegenstand einer Klage aus dem Vorjahr ist. Es war nicht die erste Klage dieser Art, im Zuge des Verfahrens mussten die Kalifornier aber eben zugeben, dass auch E-Mails von Schülern erfasst werden.
Google hat nun - ohne die noch ausstehende Verhandlung abzuwarten - bekannt gegeben, dass man im Bildungsbereich das Gmail-Scannen nicht länger durchführen und auch sonst keinerlei Daten sammeln wird. Ein "Scan-Stopp" soll in naher Zukunft auch bei den"Apps"-Diensten für Business und Regierungseinrichtungen umgesetzt werden.
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