Anti-Gewaltspiele-Kämpfer wg. Waffenhandel in Haft
Im US-Bundesstaat Kalifornien wurde ein hochrangiger Politiker verhaftet, der seit Jahren eine strikte Reglementierung der Abgabe von gewalthaltigen Computerspielen an Minderjährige fordert.
Während Leland Yee sich im Spielebereich dafür einsetzte, dass es möglichst friedlich zugeht, hat er sonst wohl ein großes Faible für Schusswaffen. Laut den Beschuldigungen durch die Behörden soll er als Mitglied einer größeren Gruppe am illegalen Handel mit Waffen beteiligt gewesen sein. Aber auch andere Straftaten werden ihm im Zusammenhang damit zur Last gelegt.
Während Yee sich längere Zeit als Saubermann aufspielte und öffentlichkeitswirksam die angeblich schlimmen Folgen von Gewaltinhalten in Computer-Spielen anprangerte, war er aber wohl nicht nur in Waffengeschäfte verwickelt. Auch die Korruption soll in seinem Umfeld geblüht haben. So habe er beispielsweise im Gegenzug für Wahlkampfspenden einen Geschäftsmann mit Politikern in Kontakt gebracht, die für die Marijuana-Gesetzgebung in Kalifornien zuständig sind. Bei dem angeblichen Händler handelte es sich aber um einen Undercover-Ermittler der US-Bundespolizei FBI.
Yee war über die Grenzen Kaliforniens hinweg bekannt geworden, als er vor Gericht ein strikteres Gesetz zur Beschränkung des Handels mit Videospielen verteidigte. Er argumentierte damals, dass der Staat hier eine höhere Verantwortung habe, da Eltern die Produkte überhaupt nicht überblicken könnten. Diese könnten zwar ein Buch lesen oder einen Film ansehen, um zu entscheiden, ob sie die Inhalte ihren Kindern zugänglich machen. Bei Spielen sei dies aber nicht möglich. Denn, so erklärte er, die gewalthaltigen Spiele würden bis zu 800 Stunden Spieldauer haben und die übelsten Geschehnisse kämen erst zu späteren Zeitpunkten zum Vorschein, wo sie nur von geübteren Spielern, nicht aber von den relativ unerfahrenen Eltern gefunden würden.
Chinatown-Mafia
Wie die Los Angeles Times berichtet, wurden gestern im Zuge einer groß angelegten Operation der Polizei, bei der hunderte Beamte beteiligt waren, 26 Personen verhaftet. Unter ihnen befand sich neben Yee auch Keith Jackson, der ehemalige Chef der kalifornischen Schulbehörde. Diese sollen einer kriminellen Organisation angehört haben, an deren Spitze Raymond Chow, eine der berüchtigsten Figuren im Chinatown von Los Angeles, stand. Auch dieser sitzt nun in Untersuchungshaft.Während Yee sich längere Zeit als Saubermann aufspielte und öffentlichkeitswirksam die angeblich schlimmen Folgen von Gewaltinhalten in Computer-Spielen anprangerte, war er aber wohl nicht nur in Waffengeschäfte verwickelt. Auch die Korruption soll in seinem Umfeld geblüht haben. So habe er beispielsweise im Gegenzug für Wahlkampfspenden einen Geschäftsmann mit Politikern in Kontakt gebracht, die für die Marijuana-Gesetzgebung in Kalifornien zuständig sind. Bei dem angeblichen Händler handelte es sich aber um einen Undercover-Ermittler der US-Bundespolizei FBI.
Yee war über die Grenzen Kaliforniens hinweg bekannt geworden, als er vor Gericht ein strikteres Gesetz zur Beschränkung des Handels mit Videospielen verteidigte. Er argumentierte damals, dass der Staat hier eine höhere Verantwortung habe, da Eltern die Produkte überhaupt nicht überblicken könnten. Diese könnten zwar ein Buch lesen oder einen Film ansehen, um zu entscheiden, ob sie die Inhalte ihren Kindern zugänglich machen. Bei Spielen sei dies aber nicht möglich. Denn, so erklärte er, die gewalthaltigen Spiele würden bis zu 800 Stunden Spieldauer haben und die übelsten Geschehnisse kämen erst zu späteren Zeitpunkten zum Vorschein, wo sie nur von geübteren Spielern, nicht aber von den relativ unerfahrenen Eltern gefunden würden.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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