Weihnachtsgeschäft:
Verdi droht Amazon Streik an
Die Beziehungen zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und dem Online-Händler Amazon sind schon seit Wochen angespannt und das dürfte sich weiter verschärfen: Verdi droht mit der Ausweitung der Streiks.
Die zweitgrößte deutsche Gewerkschaft fährt nun schwere Geschütze auf und hat angekündigt, die bisherigen Warnstreiks (an den Standorten Leipzig und Bad Hersfeld) ausdehnen zu wollen, sollte Amazon den Forderungen der Arbeitnehmervertreter nicht nachkommen. Und Verdi zieht die für den US-Händler wohl potenziell "bedrohlichste" Karte, nämlich das Vorweihnachtsgeschäft.
Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sagte Verdi-Sekretär Heiner Reimann, dass sich Amazon nicht darauf verlassen könne, "vor Weihnachten alle Kundenversprechen einhalten zu können." In anderen Worten: Im Dezember, also zur umsatzstärksten Zeit des Jahres, könnte es zu Arbeitsniederlegungen kommen.
Hintergrund des Streits ist die Frage nach dem Tarif, nach dem Amazon seine Beschäftigten bezahlt: Verdi fordert eine Anpassung an den Tarifvertrag der Einzel- und Versandhandelsbranche, Amazon orientiert sich hingegen an den aktuellen Konditionen der Logistikbranche. Der Online-Händler verweist auf den Umstand, dass man derzeit mehr zahle als in dieser Branche üblich und lehnt einen Tarifvertrag ab.
Bewegung ist in dieser Angelegenheit nicht so bald zu erwarten. Eher im Gegenteil: Amazon dürfte auch weiterhin auf stur schalten, die aktuelle Kampfansage der Gewerkschaft könnte sogar nach hinten losgehen. Denn Ende September hatte eine polnische Wirtschaftszeitung berichtet, dass Amazon einen Teil seines Vertriebs nach Polen und Tschechien verlagern könnte.
Zwar hat Amazon dies bisher dementiert, "Möglichkeiten zum Aufbau zusätzlicher Kapazitäten", so eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber Börsenblatt.net, prüfe man aber andauernd. Auch eine grundsätzliche Ost-Expansion Amazons ist vorstellbar. Die Liebe zum Standort Deutschland wächst beim US-Unternehmen aber in letzter Zeit wohl auch nicht unbedingt.
Siehe auch: Polen & Tschechien - Amazon plant Logistik-Umzug
Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sagte Verdi-Sekretär Heiner Reimann, dass sich Amazon nicht darauf verlassen könne, "vor Weihnachten alle Kundenversprechen einhalten zu können." In anderen Worten: Im Dezember, also zur umsatzstärksten Zeit des Jahres, könnte es zu Arbeitsniederlegungen kommen.
Hintergrund des Streits ist die Frage nach dem Tarif, nach dem Amazon seine Beschäftigten bezahlt: Verdi fordert eine Anpassung an den Tarifvertrag der Einzel- und Versandhandelsbranche, Amazon orientiert sich hingegen an den aktuellen Konditionen der Logistikbranche. Der Online-Händler verweist auf den Umstand, dass man derzeit mehr zahle als in dieser Branche üblich und lehnt einen Tarifvertrag ab.
Bewegung ist in dieser Angelegenheit nicht so bald zu erwarten. Eher im Gegenteil: Amazon dürfte auch weiterhin auf stur schalten, die aktuelle Kampfansage der Gewerkschaft könnte sogar nach hinten losgehen. Denn Ende September hatte eine polnische Wirtschaftszeitung berichtet, dass Amazon einen Teil seines Vertriebs nach Polen und Tschechien verlagern könnte.
Zwar hat Amazon dies bisher dementiert, "Möglichkeiten zum Aufbau zusätzlicher Kapazitäten", so eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber Börsenblatt.net, prüfe man aber andauernd. Auch eine grundsätzliche Ost-Expansion Amazons ist vorstellbar. Die Liebe zum Standort Deutschland wächst beim US-Unternehmen aber in letzter Zeit wohl auch nicht unbedingt.
Siehe auch: Polen & Tschechien - Amazon plant Logistik-Umzug
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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