Polen & Tschechien:
Amazon plant Logistik-Umzug
Der Versandhändler Amazon, der in Deutschland zuletzt immer wieder bestreikt worden ist, plant offenbar daraus Konsequenzen zu ziehen: Laut einer polnischen Wirtschaftszeitung will Amazon einen Teil seines Vertriebs nach Polen und Tschechien verlagern.
Wie die polnische Wirtschafts-Tageszeitung Puls Biznesu berichtet, soll der Versandhausriese Amazon aus den zuletzt immer wieder durchgeführten Warnstreiks in Deutschland Konsequenzen ziehen und wird womöglich schon bald einen großen Teil seiner Vertriebsaktivitäten in umliegende Nachbarländer übersiedeln.
Laut Puls Biznesu sollen drei "riesige" Logistikzentren im Westen Polens und zwei in Tschechien entstehen. Zwei der drei polnischen Vertriebsstätten sollen in der Nähe von Wrocław entstehen, eines in der Gegend von Poznań. Amazon soll zwischen 50 und 60 Millionen Euro in jedes der rund 100.000 Quadratmeter großen Zentren investieren.
Insgesamt sollen in den drei polnischen Logistikzentren etwa 6000 Menschen Arbeit finden, in Deutschland arbeiten derzeit etwa 9000 Angestellte für den Online-Händler mit Hauptsitz in Seattle, Washington. Das erste Zentrum soll im Sommer 2014 bei Wrocław eröffnen, wie es heißt, noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft.
Amazon soll laut den nicht näher genannten Quellen bereits das Büro des polnischen Premiers und das Wirtschaftsministerium informiert haben, eine offizielle Bestätigung der Investitionen liegt bislang aber nicht vor. Das Blatt zitiert jedoch Ewa Kaucz, Vizechefin der Behörde für Entwicklung des Umlandes von Wrocław, diese bestätigte "Gespräche" mit Amazon, ließ aber ausrichten, dass eine Entscheidung dazu noch nicht gefallen sei.
Man kann davon ausgehen, dass der Hintergrund für diese Entscheidung die jüngsten Warnstreiks der Gewerkschaft Ver.di sind. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine Anpassung der Verträge der Amazon-Beschäftigten an den Tarifvertrag der Einzel- und Versandhandelsbranche, was das US-Unternehmen aber ablehnt.
Laut Puls Biznesu sollen drei "riesige" Logistikzentren im Westen Polens und zwei in Tschechien entstehen. Zwei der drei polnischen Vertriebsstätten sollen in der Nähe von Wrocław entstehen, eines in der Gegend von Poznań. Amazon soll zwischen 50 und 60 Millionen Euro in jedes der rund 100.000 Quadratmeter großen Zentren investieren.
Insgesamt sollen in den drei polnischen Logistikzentren etwa 6000 Menschen Arbeit finden, in Deutschland arbeiten derzeit etwa 9000 Angestellte für den Online-Händler mit Hauptsitz in Seattle, Washington. Das erste Zentrum soll im Sommer 2014 bei Wrocław eröffnen, wie es heißt, noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft.
Amazon soll laut den nicht näher genannten Quellen bereits das Büro des polnischen Premiers und das Wirtschaftsministerium informiert haben, eine offizielle Bestätigung der Investitionen liegt bislang aber nicht vor. Das Blatt zitiert jedoch Ewa Kaucz, Vizechefin der Behörde für Entwicklung des Umlandes von Wrocław, diese bestätigte "Gespräche" mit Amazon, ließ aber ausrichten, dass eine Entscheidung dazu noch nicht gefallen sei.
Man kann davon ausgehen, dass der Hintergrund für diese Entscheidung die jüngsten Warnstreiks der Gewerkschaft Ver.di sind. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine Anpassung der Verträge der Amazon-Beschäftigten an den Tarifvertrag der Einzel- und Versandhandelsbranche, was das US-Unternehmen aber ablehnt.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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