Copyright-Anwälte schufen wohl Fallen auf BitTorrent
Für die US-Anwaltskanzlei Prenda Law kommt es nun noch dicker: Erst brachte sie in den USA einen Richter gegen sich auf, nun wird sie beschuldigt, selbst Filme hochgeladen zu haben, um Nutzer anschließend verklagen zu können.
Prenda Law ist in den vergangenen Jahren vor allem gegen Nutzer juristisch vorgegangen, die über Filesharing-Plattformen Pornofilme getauscht haben. Informationen, die die BitTorrent-Plattform The Pirate Bay nun an das Magazin TorrentFreak übergab, deuten nun darauf hin, dass die Anwälte ihre Opfer mit eigenen Uploads geködert haben.
Eine zentrale Rolle soll dabei ein Nutzer spielen, der auf Pirate Bay mit dem Namen Sharkmp4 registriert ist. Zwischen diesem und der Kanzlei soll eine direkte Verbindung bestehen. Entsprechende Dokumente soll der Anwalt Graham Syfert, der Nutzer gegen Prenda Law verteidigt, auch schon ans Gericht weitergeleitet haben.
Demnach tauchten in den BitTorrent-Schwärmen, in denen Videos geteilt wurden, deren Rechte von Prenda Law vertreten werden, immer wieder bestimmte IP-Adressen auf. Hinter diesen war stets ein Vuze-Client aktiv, der häufig für das Tracking von BitTorrent-Aktivitäten genutzt wird. Die Adressen konnten jeweils auf den VPN-Anbieter Mullvad zurückgeführt werden. Hier lag schon der Verdacht nahe, dass sie von der von Prenda betriebenen Tracking-Firma 6881 Forensics genutzt werden.
Die Annahme verstärkte sich, da die gleichen IPs auch immer wieder hinter Kommentaren auftauchten, die in Blogs hinterlassen wurden, die sich mit so genannten Copyright-Trollen auseinandersetzten - also Anwälten, für die die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen das hauptsächliche Geschäftsmodell darstellt. Die Einträge hatten dabei stets Prenda zum Thema.
Ganz besonders fiel außerdem eine weitere IP-Adresse auf. Diese steht in direkter Verbindung mit dem Account von Prenda-Chef John Steele beim Domain-Registrar GoDaddy. Die Aufzeichnungen des Pirate Bay-Teams zeigten außerdem, dass über diese Adresse vom Nutzer Sharkmp4 Inhalte des Pornostudios Ingenuity 13 via BitTorrent angeboten wurden, bevor diese veröffentlicht waren.
Verschiedene Beteiligte an der Analyse kommen zu dem Schluss, dass die verschiedenen Indizien entweder bei Steele oder einem Vertrauten, der immerhin über volle Rechte im fraglichen GoDaddy-Account verfügt, zusammenlaufen. Daher steht die Kanzlei nun im dringenden Verdacht, selbst Inhalte als Honeypots bereitgestellt zu haben, um mehr Nutzer zu finden, die verklagt und zu Zahlungen veranlasst werden können.
Eine zentrale Rolle soll dabei ein Nutzer spielen, der auf Pirate Bay mit dem Namen Sharkmp4 registriert ist. Zwischen diesem und der Kanzlei soll eine direkte Verbindung bestehen. Entsprechende Dokumente soll der Anwalt Graham Syfert, der Nutzer gegen Prenda Law verteidigt, auch schon ans Gericht weitergeleitet haben.
Demnach tauchten in den BitTorrent-Schwärmen, in denen Videos geteilt wurden, deren Rechte von Prenda Law vertreten werden, immer wieder bestimmte IP-Adressen auf. Hinter diesen war stets ein Vuze-Client aktiv, der häufig für das Tracking von BitTorrent-Aktivitäten genutzt wird. Die Adressen konnten jeweils auf den VPN-Anbieter Mullvad zurückgeführt werden. Hier lag schon der Verdacht nahe, dass sie von der von Prenda betriebenen Tracking-Firma 6881 Forensics genutzt werden.
Die Annahme verstärkte sich, da die gleichen IPs auch immer wieder hinter Kommentaren auftauchten, die in Blogs hinterlassen wurden, die sich mit so genannten Copyright-Trollen auseinandersetzten - also Anwälten, für die die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen das hauptsächliche Geschäftsmodell darstellt. Die Einträge hatten dabei stets Prenda zum Thema.
Ganz besonders fiel außerdem eine weitere IP-Adresse auf. Diese steht in direkter Verbindung mit dem Account von Prenda-Chef John Steele beim Domain-Registrar GoDaddy. Die Aufzeichnungen des Pirate Bay-Teams zeigten außerdem, dass über diese Adresse vom Nutzer Sharkmp4 Inhalte des Pornostudios Ingenuity 13 via BitTorrent angeboten wurden, bevor diese veröffentlicht waren.
Verschiedene Beteiligte an der Analyse kommen zu dem Schluss, dass die verschiedenen Indizien entweder bei Steele oder einem Vertrauten, der immerhin über volle Rechte im fraglichen GoDaddy-Account verfügt, zusammenlaufen. Daher steht die Kanzlei nun im dringenden Verdacht, selbst Inhalte als Honeypots bereitgestellt zu haben, um mehr Nutzer zu finden, die verklagt und zu Zahlungen veranlasst werden können.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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