Samsung Health: Nutzer müssen Daten für KI freigeben, sonst Löschung
Samsung verlangt von Nutzern seiner Gesundheits-App eine Entscheidung. Wer seine teils hochsensiblen Gesundheitsdaten nicht für das Training von künstlicher Intelligenz freigibt, verliert wichtige Funktionen von Samsung Health. Zudem droht die Löschung.
Widersprechen Anwender der Verwendung, verweigert das System künftig die Synchronisation mit dem Nutzerkonto. Doch damit nicht genug. Wer der Datenverarbeitung nicht zustimmt, verliert wohl zudem bereits in der Cloud gespeicherte Aufzeichnungen. Ausgenommen sind laut der Benachrichtigung lediglich Informationen, die das Unternehmen aus gesetzlichen Gründen aufbewahren muss. Sollte es sich nicht um ein Missverständnis handeln, setzt Samsung seiner Kundschaft damit mehr oder weniger die Pistole auf die Brust, da eine reguläre Nutzung der App ohne gespeicherte Cloud-Daten im Alltag kaum praktikabel ist.
Datenschützer sehen den Hinweis kritisch, dass die Auswertung der Daten auch durch menschliche Prüfer erfolgen kann. Obwohl Konzerne solche Datensätze in der Regel anonymisieren, erhalten Mitarbeiter dadurch potenziell Einblick in private und höchst sensible Informationen. Anwender können die Freigabe in den Einstellungen der App nachträglich widerrufen. Das löst offenbar jedoch sofort den beschriebenen Löschvorgang der Gesundheitsdaten in der Cloud und das Ende der Synchronisierung über Geräte hinweg aus.
Wer nicht zustimmt...
...verliert seine Daten
Der digitale Coach soll personalisierte Trainingspläne erstellen, Schlafmuster analysieren und individuelle Ernährungstipps geben. Um solche Dienste zuverlässig zu gestalten, benötigen die Entwickler umfangreiche Mengen an Nutzerdaten zum Anlernen der Systeme. KI-Modelle sind zwingend auf reale Eingaben angewiesen, um Muster in Gesundheitsdaten verlässlich zu erkennen. Bisher bot Samsung grundlegende Funktionen ohne den Zwang zur Datenfreigabe an. Die neue Strategie markiert daher einen Kurswechsel.
In der Vergangenheit positionierte sich Samsung oft als datenschutzfreundlich. Samsung Health startete vor über elf Jahren als reiner Schrittzähler. Inzwischen hat sich die Software zu einer umfassenden Zentrale für Fitness entwickelt. Mit der Integration komplexer Funktionen rückt der Bedarf an Daten für das Training von KI-Modellen in den Vordergrund. Wer die App auch weiter uneingeschränkt nutzen will, muss in Zukunft wohl seine Daten zur Verarbeitung freigeben.
Wie bewertet ihr das Vorgehen von Samsung? Sollten Nutzer der Verwendung ihrer Daten widersprechen und selbst dann noch den vollen Funktionsumfang der App nutzen können, soweit das technisch möglich ist? Teilt eure Gedanken und Bedenken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
KI-Training oder Datenverlust
Erst Anfang Juni hatte Samsung einen großen Umbau und KI-Neuerungen für seine Health-App angekündigt. Jetzt stellt der südkoreanische Technologiekonzern die Nutzer der Gesundheits-Anwendung jedoch offenbar vor eine schwierige Wahl. So erhalten wohl einige Nutzer beim Öffnen der Software auf ihrem Smartphone aktuell eine Aufforderung, der Nutzung ihrer persönlichen Gesundheitsdaten zum Training von künstlicher Intelligenz zuzustimmen. Lehnt man ab, hat das dem Anschein nach gravierende Konsequenzen.Widersprechen Anwender der Verwendung, verweigert das System künftig die Synchronisation mit dem Nutzerkonto. Doch damit nicht genug. Wer der Datenverarbeitung nicht zustimmt, verliert wohl zudem bereits in der Cloud gespeicherte Aufzeichnungen. Ausgenommen sind laut der Benachrichtigung lediglich Informationen, die das Unternehmen aus gesetzlichen Gründen aufbewahren muss. Sollte es sich nicht um ein Missverständnis handeln, setzt Samsung seiner Kundschaft damit mehr oder weniger die Pistole auf die Brust, da eine reguläre Nutzung der App ohne gespeicherte Cloud-Daten im Alltag kaum praktikabel ist.
Sensible Daten im Fokus
Wie How-To Geek berichtet, umfasst die von Samsung geforderte Zustimmung laut den offiziellen Nutzungsbedingungen weitreichende Kategorien. Neben einfachen Schrittzählungen geht es auch um Körpermaße, Ernährungsdaten und medizinische Informationen im Zusammenhang mit Medikamenten, einschließlich Verschreibungen und Dosierungen. Auch medizinische Berichte, Diagnosen, Prognosen, Testergebnisse, frühere Aufzeichnungen und Behandlungen sollen die Nutzer freigeben. Die gesammelten Daten sollen zur Verbesserung von Algorithmen und der Entwicklung neuer Funktionen verwendet werden.Datenschützer sehen den Hinweis kritisch, dass die Auswertung der Daten auch durch menschliche Prüfer erfolgen kann. Obwohl Konzerne solche Datensätze in der Regel anonymisieren, erhalten Mitarbeiter dadurch potenziell Einblick in private und höchst sensible Informationen. Anwender können die Freigabe in den Einstellungen der App nachträglich widerrufen. Das löst offenbar jedoch sofort den beschriebenen Löschvorgang der Gesundheitsdaten in der Cloud und das Ende der Synchronisierung über Geräte hinweg aus.
Wer nicht zustimmt...
...verliert seine Daten
Vorbereitung auf neue Hardware
Der Zeitpunkt für das Vorgehen hängt wohl mit kommenden Produkten zusammen. Ende Juli 2026 findet das nächste Galaxy-Unpacked-Event statt. Dort wird die Vorstellung neuer Geräte wie dem Galaxy Z Fold 8 und der Galaxy Watch 9 erwartet. Die neuen Wearables sollen dabei mit einem digitalen Gesundheitsberater ausgestattet werden.Der digitale Coach soll personalisierte Trainingspläne erstellen, Schlafmuster analysieren und individuelle Ernährungstipps geben. Um solche Dienste zuverlässig zu gestalten, benötigen die Entwickler umfangreiche Mengen an Nutzerdaten zum Anlernen der Systeme. KI-Modelle sind zwingend auf reale Eingaben angewiesen, um Muster in Gesundheitsdaten verlässlich zu erkennen. Bisher bot Samsung grundlegende Funktionen ohne den Zwang zur Datenfreigabe an. Die neue Strategie markiert daher einen Kurswechsel.
In der Vergangenheit positionierte sich Samsung oft als datenschutzfreundlich. Samsung Health startete vor über elf Jahren als reiner Schrittzähler. Inzwischen hat sich die Software zu einer umfassenden Zentrale für Fitness entwickelt. Mit der Integration komplexer Funktionen rückt der Bedarf an Daten für das Training von KI-Modellen in den Vordergrund. Wer die App auch weiter uneingeschränkt nutzen will, muss in Zukunft wohl seine Daten zur Verarbeitung freigeben.
Wie bewertet ihr das Vorgehen von Samsung? Sollten Nutzer der Verwendung ihrer Daten widersprechen und selbst dann noch den vollen Funktionsumfang der App nutzen können, soweit das technisch möglich ist? Teilt eure Gedanken und Bedenken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Samsung Health fordert Zustimmung zur Datennutzung für KI-Training
- Wer ablehnt, verliert seine in der Cloud gespeicherten Gesundheitsdaten
- Ohne Zustimmung verweigert die App künftig auch die Synchronisation
- Betroffen sind sensible medizinische Daten wie Diagnosen und Medikamente
- Kritisch gesehen wird der mögliche Zugriff durch menschliche Prüfer
- Die Daten sollen einen neuen digitalen Gesundheitsberater trainieren
Siehe auch:
- Galaxy Watch 9 & Ultra 2: Samsung setzt auf neue CPU & größere Akkus
- Samsung Galaxy Z Fold 8 (Ultra): Leak zeigt alle neuen Foldables vorab
- Galaxy Z Fold 8 & Co: Samsung bestätigt Unpacked-Event für 22. Juli
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- Samsung Health: App erhält riesiges Update mit vielen neuen Features
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