Patenttroll verlangt von Podcastern Lizenzgebühr
Wenn es so weitergeht, dann wird sich die Einführung einer WTF-Kategorie nicht länger verhindern lassen: In den USA treibt derzeit ein Patenttroll sein Unwesen, der gegen ganz normale Podcaster vorgeht und nicht etwa Technologie-Unternehmen.
Wie 'derStandard' unter Berufung auf eine Mitteilung der Cyber-Bürgerrechtsorganisation 'Electronic Frontier Foundation' (EFF) berichtet, geraten nun auch einzelne Podcast-Ersteller ins Visier von so genannten Patenttrollen, also Firmen, die diverse Patente kaufen oder beantragen, einzig und alleine für den Zweck, diese gewinnbringend einklagen zu können.
Das Phänomen ist alles andere als neu: "Ein neuer Tag, ein neuer Patenttroll", schreibt die EFF dazu. Die nun erreichte Dimension ist aber selbst für die diesbezüglich leidgeprüften EFF-Anwälte etwas Neues, da nun auch einzelne Endnutzer bzw. Content-Anbieter gemolken werden sollen "und das macht uns wütend", so die EFF.
Und zwar behauptet ein Unternehmen namens Personal Audio, ein Patent zu besitzen, das die Podcasting-Technologie beschreibt. Einige Schöpfer von Podcasts, darunter bekannte Namen wie die "Adam Carolla Show" und "HowStuffWorks", haben deshalb in letzter Zeit Schreiben bekommen, in denen sie aufgefordert werden, Lizenzgebühren für den Einsatz dieser Technik zu zahlen. Was Personal Audio verlangt, ist nicht bekannt.
Die EFF schreibt zum umstrittenen Patent, dass dieses "gefährlich" weit gefasst und insgesamt vage sei. So beschreibt man darin beispielsweise einen "Apparat zur Verbreitung einer Serie von Episoden mit Hilfe von Mediendateien über das Internet, wenn besagte Episoden verfügbar werden."
Dazu merkt die EFF-Anwältin Julie Samuels ironisch an, dass Personal Audio "natürlich nicht erklärt, wie dieser 'Apparat' tatsächlich funktionieren würde." Samuels bezeichnet das Ganze als "lächerliche Behauptung".
Die EFF vermutet, dass viele ein derartiges Abmahnschreiben erhalten haben und hat alle betroffenen Podcaster aufgerufen, sich bei der Organisation zu melden, man möchte ihnen helfen, sich juristisch gegen diesen Patenttroll zu wehren.
Siehe auch: Patenttroll will 1.000 Dollar von Scanner-Nutzern
Das Phänomen ist alles andere als neu: "Ein neuer Tag, ein neuer Patenttroll", schreibt die EFF dazu. Die nun erreichte Dimension ist aber selbst für die diesbezüglich leidgeprüften EFF-Anwälte etwas Neues, da nun auch einzelne Endnutzer bzw. Content-Anbieter gemolken werden sollen "und das macht uns wütend", so die EFF.
Und zwar behauptet ein Unternehmen namens Personal Audio, ein Patent zu besitzen, das die Podcasting-Technologie beschreibt. Einige Schöpfer von Podcasts, darunter bekannte Namen wie die "Adam Carolla Show" und "HowStuffWorks", haben deshalb in letzter Zeit Schreiben bekommen, in denen sie aufgefordert werden, Lizenzgebühren für den Einsatz dieser Technik zu zahlen. Was Personal Audio verlangt, ist nicht bekannt.
Die EFF schreibt zum umstrittenen Patent, dass dieses "gefährlich" weit gefasst und insgesamt vage sei. So beschreibt man darin beispielsweise einen "Apparat zur Verbreitung einer Serie von Episoden mit Hilfe von Mediendateien über das Internet, wenn besagte Episoden verfügbar werden."
Dazu merkt die EFF-Anwältin Julie Samuels ironisch an, dass Personal Audio "natürlich nicht erklärt, wie dieser 'Apparat' tatsächlich funktionieren würde." Samuels bezeichnet das Ganze als "lächerliche Behauptung".
Die EFF vermutet, dass viele ein derartiges Abmahnschreiben erhalten haben und hat alle betroffenen Podcaster aufgerufen, sich bei der Organisation zu melden, man möchte ihnen helfen, sich juristisch gegen diesen Patenttroll zu wehren.
Siehe auch: Patenttroll will 1.000 Dollar von Scanner-Nutzern
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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