Microsoft befürchtet Milliardenstrafe von der EU
Noch in diesem Monat wird die EU-Kommission erneut Anklage gegen den US-Softwarekonzern Microsoft erheben, weil das Unternehmen gegen Auflagen der EU-Wettbewerbshüter aus dem zuletzt abgeschlossenen Verfahren verstoßen hat.
Der Konzern befürchtet nun die Verhängung einer Geldstrafe in Milliardenhöhe, die noch in diesem Jahr ausgesprochen werden könnte, berichtete das Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' in seiner heute erschienenen Ausgabe. Microsoft hatte sich 2009 in einem Kartellverfahren verpflichtet, beim Verkauf seines marktbeherrschenden Betriebssystems Windows auch Internetbrowser der Konkurrenz anzubieten.
Im neuen Betriebssystem Windows 8 kommt zumindest in der Touch-Umgebung vorerst nur der Internet Explorer zum Einsatz. Es kam aber auch heraus, dass die Wahlmöglichkeit beim Vertrieb einer Version von Windows 7 etwa 28 Millionen Mal nicht bestand. Microsoft führt das auf einen technischen Fehler zurück, "wir bedauern das zutiefst", schrieb der Konzern in einer Stellungnahme.
Doch EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia kündigte allerdings "ernste Konsequenzen" an. Nun wird er Microsoft erst ein sogenanntes Statement of Objections, eine Art Anklageschrift, schicken. Nach Ablauf einer mehrwöchigen Widerspruchsfrist kann Almunia das Strafmaß verkünden. Seine Behörde hat Microsoft in der Vergangenheit bereits in mehreren Verfahren Bußen in Höhe von insgesamt mehr als 1,6 Milliarden Euro auferlegt.
Der erneute Rechtsstreit mit der EU-Kommission hat innerhalb des Unternehmens bereits für Unstimmigkeiten gesorgt. So entschied der Aufsichtsrat unter anderem auch wegen dieser Angelegenheit, Konzernchef Steve Ballmer für das letzte Geschäftsjahr nicht den vollen Bonus auszuzahlen. Dieser erhält nun nur die Hälfte der ihm maximal zustehenden 1,37 Millionen Dollar, teilte das Unternehmen kürzlich mit.
Im neuen Betriebssystem Windows 8 kommt zumindest in der Touch-Umgebung vorerst nur der Internet Explorer zum Einsatz. Es kam aber auch heraus, dass die Wahlmöglichkeit beim Vertrieb einer Version von Windows 7 etwa 28 Millionen Mal nicht bestand. Microsoft führt das auf einen technischen Fehler zurück, "wir bedauern das zutiefst", schrieb der Konzern in einer Stellungnahme.
Doch EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia kündigte allerdings "ernste Konsequenzen" an. Nun wird er Microsoft erst ein sogenanntes Statement of Objections, eine Art Anklageschrift, schicken. Nach Ablauf einer mehrwöchigen Widerspruchsfrist kann Almunia das Strafmaß verkünden. Seine Behörde hat Microsoft in der Vergangenheit bereits in mehreren Verfahren Bußen in Höhe von insgesamt mehr als 1,6 Milliarden Euro auferlegt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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