Iran will sich komplett vom Internet abkoppeln
Das iranische Regime hat angekündigt, den Web-Zugang künftig auf eine "lokale Version" des Internets zu beschränken. Als Grund gaben Regierungsvertreter Sicherheitsmaßnahmen an, auf diese Weise will man sich besser vor Malware und Co. schützen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur 'Reuters' hat die iranische Staatsführung gestern angekündigt, ab sofort den Zugang zur Suchmaschine Google sowie Gmail, dem Email-Dienst des Suchmaschinenriesen, zu blocken. Diese Maßnahme gilt "bis auf Weiteres", wie ein Regierungssprecher mitteilte.
Ein Grund für die diese gezielte Maßnahme gegen Google wurde nicht genannt. Nach Angaben der "Iranian Students' News Agency" (ISNA), einer von Universitäts-Studenten betriebenen Nachrichtenagentur, stehe die Blockade im Zusammenhang mit dem anti-islamischen Film, der derzeit weltweit für viel Aufregung sorgt.
YouTube, wo die religiöse Verhetzung erstmals veröffentlicht worden ist, ist allerdings bereits länger aus dem Iran nicht erreichbar, gleiches gilt für das soziale Netzwerk Facebook. Offiziell argumentiert die iranische Führung stets mit Sicherheitsbedenken: So hat der Iran bereits Anfang August dieses Jahres mehrere Ministerien und Behörden vom Netz abgekoppelt, angeblich aus Schutz vor Malware. Tatsächlich gab es in Vergangenheit einige Attacken auf iranische Systeme, der bekannteste Vorfall ist der inzwischen berühmt-berüchtigte "Stuxnet"-Wurm.
Dennoch sehen viele Regimekritiker darin nur einen Vorwand: Seit den Protesten im Jahr 2009, wo sich zumeist junge Menschen nach der Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor allem über Netzwerke wie Facebook und Twitter organisiert haben, wartete das Regime nur auf einen Vorwand, den Internet-Zugang so weit wie nur möglich zu beschränken.
Siehe auch: Stuxnet-Wurm sollte iranischen Reaktor treffen
Das "Iran-Netz" hat auch zum Ziel, diverse Hintertüren zu schließen, vor allem das Austricksen der bereits bestehenden Blockade mittels VPN soll komplett unterbunden werden. Der (mehrstufige) Plan soll bis März 2013 umgesetzt werden, inwieweit man sich dann vom Rest der (Internet-)Welt tatsächlich abkoppelt, ist derzeit aber noch nicht klar.
Vielen Dank an wertzuiop123 für den Hinweis zu dieser News.
Ein Grund für die diese gezielte Maßnahme gegen Google wurde nicht genannt. Nach Angaben der "Iranian Students' News Agency" (ISNA), einer von Universitäts-Studenten betriebenen Nachrichtenagentur, stehe die Blockade im Zusammenhang mit dem anti-islamischen Film, der derzeit weltweit für viel Aufregung sorgt.
YouTube, wo die religiöse Verhetzung erstmals veröffentlicht worden ist, ist allerdings bereits länger aus dem Iran nicht erreichbar, gleiches gilt für das soziale Netzwerk Facebook. Offiziell argumentiert die iranische Führung stets mit Sicherheitsbedenken: So hat der Iran bereits Anfang August dieses Jahres mehrere Ministerien und Behörden vom Netz abgekoppelt, angeblich aus Schutz vor Malware. Tatsächlich gab es in Vergangenheit einige Attacken auf iranische Systeme, der bekannteste Vorfall ist der inzwischen berühmt-berüchtigte "Stuxnet"-Wurm.
Dennoch sehen viele Regimekritiker darin nur einen Vorwand: Seit den Protesten im Jahr 2009, wo sich zumeist junge Menschen nach der Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor allem über Netzwerke wie Facebook und Twitter organisiert haben, wartete das Regime nur auf einen Vorwand, den Internet-Zugang so weit wie nur möglich zu beschränken.
Siehe auch: Stuxnet-Wurm sollte iranischen Reaktor treffen
Das "Iran-Netz" hat auch zum Ziel, diverse Hintertüren zu schließen, vor allem das Austricksen der bereits bestehenden Blockade mittels VPN soll komplett unterbunden werden. Der (mehrstufige) Plan soll bis März 2013 umgesetzt werden, inwieweit man sich dann vom Rest der (Internet-)Welt tatsächlich abkoppelt, ist derzeit aber noch nicht klar.
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