Alternatives OS: Google soll Acer gedroht haben

Google soll einem Medienbericht zufolge dem taiwanesischen Hersteller Acer mitgeteilt haben, dass man "Bedenken" über ein neues Acer-Smartphone mit dem chinesischen Aliyun-Betriebssystem habe.
Logo, Acer, Hersteller
Acer
Wie das renommierte 'Wall Street Journal' (WSJ) berichtet, soll das vom chinesischen Unternehmen Alibaba Group entwickelte Smartphone-Betriebssystem Aliyun zu einer Verstimmung zwischen Android-Macher Google und dem taiwanesischen Hardware-Hersteller Acer geführt haben.

Acer wollte bzw. will ein Smartphone mit dem Linux- bzw. Cloud-basierten Aliyun-OS vorstellen, damit erhofft sich das Unternehmen, Marktanteile am chinesischen Markt gewinnen zu können, bisher zählt der viergrößte PC-Hersteller der Welt nicht gerade zu den ganz großen Namen in Sachen Smartphones.

Das WSJ schreibt, dass sich Acer zwar eher vorsichtig zu dieser Angelegenheit geäußert hat, bei Alibaba fand man dagegen klare Worte: "Unser Partner (Anm.: Acer) wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass wenn das Produkt mit dem Aliyun-OS laufen sollte, Google die Android-Zusammenarbeit sowie andere Technologie-Lizensierungen beenden werde", schreibt Alibaba in einem Statement, in dem es schließlich heißt, dass man die Google-Maßnahme "bedauert". Das US-Unternehmen hat die Angelegenheit bisher nicht kommentiert, das Alibaba-Statement ist allerdings inzwischen nicht mehr auf der Seite des chinesischen Unternehmens zu finden.

Bei Android handelt es sich zwar um ein Open-Source-System, das jeder kostenlos verwenden darf, wer aber die diversen Google-Dienste (Suche, Maps, etc.) integrieren will, der muss eine Vereinbarung mit Google abschließen.

Acer will nun offenbar dennoch an Aliyun festhalten, wie die Sache weitergeht, ist derzeit aber nicht klar: Ursprünglich sollte das Acer-Smartphone gestern vorgestellt werden und heute auf dem chinesischen Markt erscheinen.
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