Anonymous deutet neue Attacken auf die Gema an

In einem auf YouTube veröffentlichten Video kündigt Anonymous weitere Angriffe auf die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) an, Hintergrund dafür sind die Hausdurchsuchungen der vergangenen Woche.
Logo, Hacker, Anonymous
Anonymous
Im Text des neuesten Anonymous-Videos, das auf 'YouTube' am Wochenende aufgetaucht ist, heißt es, dass das Kollektiv den Versuch "belächelt, Aktivisten unseres Schlages einzuschüchtern." Außerdem "bedankt" man sich "bei den verantwortlichen Behörden dafür, Benzin in das Feuer der Revolution gegossen zu haben."

Siehe auch: Streit um Musikvideos - YouTube unterliegt GEMA

Hintergrund für das Video sind vor kurzem vom Bundeskriminalamt durchgeführte Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen Anonymous-Mitgliedern. Am Dienstag und Mittwoch vergangener Woche hatten die Behörden die Wohnungen von insgesamt 106 Personen durchsucht, sie werden verdächtigt, Ende des vergangenen Jahres die Webseite der Gema angegriffen zu haben bzw. daran beteiligt gewesen zu sein. Dabei handelte es sich um eine Aktion, die im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit der Verwertungsgesellschaft mit Videoplattform YouTube steht.

Bereits kurz nach den Hausdurchsuchungen kam es zu einer neuerlichen Hacker-Attacke auf die Gema, in der Nacht auf Freitag wurde die Webseite erneut lahmgelegt. Wie der 'Tagesspiegel' unter Berufung auf Gema-Sprecher Peter Hempel berichtet, erwägt die Musikrechtegesellschaft dieses Mal allerdings, auf eine Strafanzeige zu verzichten. Letzteres steht jedoch im Widerspruch zu den Angaben der Nachrichtenagentur dapd (via 'WAZ'), wonach die Strafanzeige bereits gestellt worden sei.

Eine konkrete Ankündigung etwaiger Attacken findet sich im YouTube-Video jedoch nicht: Allerdings wird die Gema darin explizit genannt, der Autor oder die Autoren des Textes stellen aber fest, dass die Gema "eine Grenze überschritten" habe. Anonymous bedauert keinen seiner Angriffe, heißt es, allerdings weist man seine Anhänger an, "sich technisch weiterzuentwickeln".

Siehe auch: Nächste Runde im Streit zwischen Gema & YouTube
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