Assange: Anonymous ist 'vom FBI unterwandert'
Vergangene Woche wurde bekannt, dass das Enthüllungsportal WikiLeaks künftig bestimmte Informationen nur noch gegen Bezahlung (Spende, Werbung) anbietet, woraufhin es zum Bruch mit Anonymous gekommen ist.
Das Hacker-Kollektiv Anonymous, das im Verlauf der vergangenen Jahre so manche WikiLeaks-Enthüllung geliefert hat, warf dem Portal in einem 'offenen Brief' vor, nicht mehr seine ursprüngliche Idee zu verfolgen, nämlich gut gehütete Informationen von Regierungen und Unternehmen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Laut Anonymous stehe Wikileaks-Gründer Julian Assange und dessen Ego immer mehr im Vordergrund, weshalb Anonymous bekannt gab, dass man sich offiziell von WikiLeaks loslöst.
Der direkt angesprochene Assange reagierte nun auf die zahlreichen Vorwürfe von Anonymous und veröffentlichte seinerseits ein 'Statement': In dem (teilweise etwas sperrigen) Text wirft der Australier Anonymous vor, von der US-Bundespolizei FBI unterwandert zu sein.
Siehe auch: LulzSec-Chef 'Sabu' soll Mitstreiter verraten haben
Als Beweis führt Assange den ehemaligen Anführer von LulzSec an, Hector Xavier Monsegur, besser bekannt unter seinem Nickname Sabu. Dieser war nach dem spektakulären Hack auf die Sony-Server im vergangenen Jahr verhaftet worden, später kam heraus, dass Sabu mit den Behörden zusammengearbeitet hat, um selbst mit eine milderen Strafe davonzukommen.
Julian Assange wirft Anonymous aufgrund der Sabu-Causa vor, von "FBI-Agenten und Informanten" unterwandert zu sein: Unter dem Deckmantel der anonymen Gruppierung seien zuletzt etliche Angriffe auf die Whistleblower-Seite WikiLeaks durchgeführt worden.
Den neuen "Spendenzwang" verteidigte Assange dagegen erwartungsgemäß und schreibt, dass man seit 2010 Opfer einer "gesetzeswidrigen finanziellen Blockade" und deshalb zu dieser "nervigen" Aktion, wie Assange selbst zugibt, gezwungen worden sei.
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Den neuen "Spendenzwang" verteidigte Assange dagegen erwartungsgemäß und schreibt, dass man seit 2010 Opfer einer "gesetzeswidrigen finanziellen Blockade" und deshalb zu dieser "nervigen" Aktion, wie Assange selbst zugibt, gezwungen worden sei.
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