Facebook: Interesse an Spielen geht deutlich zurück
Das Interesse an Spielen auf Facebook geht zurück. Wie das Marktforschungsunternehmen IHS mitteilte, griffen 2011 anteilig drastisch weniger Nutzer auf entsprechende Angebote zurück als im Jahr zuvor. Trotz der schnell zunehmenden Nutzerzahlen in dem Social Network, verzeichneten die Spieleanbieter somit kaum ein Wachstum.
Laut den Marktforschern griff im Jahr 2010 noch etwa die Hälfte der Anwender, die auf Facebook registriert waren, auf Spiele-Angebote zurück. Im letzten Jahr ging der Anteil auf nur noch 25 Prozent zurück. Grundlage für die Berechnung sind die durchschnittlichen Zugriffe binnen eines Kalendermonats.
Die Entwicklung trifft das Unternehmen Zynga besonders hart. Dessen Geschäftsentwicklung hängt besonders stark von Facebook ab. Während weltweit immer mehr Anwender bei Facebook angemeldet sind, ging die Zahl der User von Zynga-Spielen vom dritten zum vierten Quartal 2011 von 266 Millionen auf 225 Millionen zurück.
Angesichts dessen, dass Facebook an den Umsätzen Zyngas beteiligt ist, hat dies auch Auswirkungen auf die Finanzen des Social Networks. 12 Prozent des Umsatzes von Facebook stammt aus den Provisionen, die das Unternehmen von dem Spieleanbieter erhält.
Nach Ansicht der Marktforscher hat die Entwicklung zwei wesentliche Ursachen. Zum einen werden die Mitteilungen, die von Facebook-Spielen in den Timelines zunehmend als Spam empfunden. Dies führt einerseits dazu, dass Anwender auf andere Spiele-Plattformen ausweichen, um ihre Kontakte nicht weiter zu belästigen. Andererseits werden solche Mitteilungen verstärkt komplett blockiert und die User lernen neue Spiele weniger kennen.
Der zweite Grund ist die zunehmende Verwendung von Facebook über entsprechende Apps auf mobilen Geräten. Hier können die meist Flash-basierten Anwendungen nicht genutzt werden. Facebook scheint seinen Zenit als große Gaming-Plattform somit überschritten zu haben.
Die Entwicklung trifft das Unternehmen Zynga besonders hart. Dessen Geschäftsentwicklung hängt besonders stark von Facebook ab. Während weltweit immer mehr Anwender bei Facebook angemeldet sind, ging die Zahl der User von Zynga-Spielen vom dritten zum vierten Quartal 2011 von 266 Millionen auf 225 Millionen zurück.
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Christian Kahle
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