RIM glaubte beim ersten iPhone an eine Lüge Apples
Ein ehemaliger Mitarbeiter des Smartphone-Herstellers Research in Motion (RIM) hat nun aus dem Nähkästchen geplaudert, wie es bei dem Unternehmen zuging, als Apple sein erstes iPhone ankündigte. Demnach glaubte man schlicht, dass der damalige Firmenchef auf der Präsentation gelogen habe.
Immerhin hielt man es schlicht nicht für möglich, dass ein Smartphone mit einem so großen Touchscreen funktionieren kann. Man nahm an, für die Auswertung und Verarbeitung der Signale bei der Bedienung müsse ein so leistungsfähiger Prozessor in dem iPhone verbaut sein, dass dieses quasi kaum für einen akzeptablen Zeitraum getrennt von einer externen Stromversorgung funktionieren kann, berichtete das US-Magazin 'Electronista'.
Die Überraschung war entsprechend groß, als man das erste Mal die Möglichkeit hatte, das Gerät selbst in Augenschein zu nehmen. Es stellte sich heraus, dass man mit der Annahme des hohen Stromverbrauchs gar nicht so falsch lag. Allerdings war die Lösung für das RIM-Management dann doch verblüffend.
Bis dahin war es üblich, dass der Akku zwar durchaus einigen Platz beanspruchte, der meiste Platz aber der Elektronik vorbehalten war. "Ihr könne sich vorstellen, wie groß die Überraschung war, als sie das iPhone erstmals auseinanderbauten und herausfanden, dass das gesamte Phone aus einer großen Batterie bestand, an die ein kleines Board montiert war", wird der Ex-Mitarbeiter zitiert.
Trotz der anfänglichen Zweifel war man sich im RIM-Management allerdings bewusst, dass Apples neues Produkt durchaus eine äußerst ernste Konkurrenz werden kann. Bereits am 10. Januar 2007, einen Tag nach Jobs Keynote, fanden gleich mehrere Treffen statt, die sich mit dem Thema beschäftigten.
Die Skepsis hinsichtlich der Akku-Laufzeit war nach Ansicht des Ex-Mitarbeiters in einer tiefer liegenden Denkweise verwurzelt, die es verhinderte, das RIM oder auch ein anderer traditioneller Handy-Hersteller ein entsprechendes Produkt entwickeln konnte. Bei RIM sei man beispielsweise davon überzeugt gewesen, dass Smartphones letztlich nur eine leistungsfähigere Form des Pagers sein können, da es niemals genügend Akkuleistung für einen deutlich größeren Funktionsumfang geben könne. Nur langsam änderte sich diese Ansicht, so dass es letztlich fast zwei Jahre dauerte, bis RIM ein erstes vergleichbares Gerät präsentieren konnte.
Die Überraschung war entsprechend groß, als man das erste Mal die Möglichkeit hatte, das Gerät selbst in Augenschein zu nehmen. Es stellte sich heraus, dass man mit der Annahme des hohen Stromverbrauchs gar nicht so falsch lag. Allerdings war die Lösung für das RIM-Management dann doch verblüffend.
Bis dahin war es üblich, dass der Akku zwar durchaus einigen Platz beanspruchte, der meiste Platz aber der Elektronik vorbehalten war. "Ihr könne sich vorstellen, wie groß die Überraschung war, als sie das iPhone erstmals auseinanderbauten und herausfanden, dass das gesamte Phone aus einer großen Batterie bestand, an die ein kleines Board montiert war", wird der Ex-Mitarbeiter zitiert.
Trotz der anfänglichen Zweifel war man sich im RIM-Management allerdings bewusst, dass Apples neues Produkt durchaus eine äußerst ernste Konkurrenz werden kann. Bereits am 10. Januar 2007, einen Tag nach Jobs Keynote, fanden gleich mehrere Treffen statt, die sich mit dem Thema beschäftigten.
Die Skepsis hinsichtlich der Akku-Laufzeit war nach Ansicht des Ex-Mitarbeiters in einer tiefer liegenden Denkweise verwurzelt, die es verhinderte, das RIM oder auch ein anderer traditioneller Handy-Hersteller ein entsprechendes Produkt entwickeln konnte. Bei RIM sei man beispielsweise davon überzeugt gewesen, dass Smartphones letztlich nur eine leistungsfähigere Form des Pagers sein können, da es niemals genügend Akkuleistung für einen deutlich größeren Funktionsumfang geben könne. Nur langsam änderte sich diese Ansicht, so dass es letztlich fast zwei Jahre dauerte, bis RIM ein erstes vergleichbares Gerät präsentieren konnte.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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