Google will seine Nutzer zukünftig stärker erziehen
Beim Suchmaschinenkonzern Google arbeitet man seit Jahren intensiv daran, die technischen Abläufe hinter dem Dienst zu optimieren, um dem Anwender bessere Ergebnislisten zu präsentieren. Allerdings kommt man wohl zukünftig auch nicht darum herum, auch den Nutzer besser zu erziehen.
In einem Interview mit der Tageszeitung 'Die Welt' erklärte Daniel M. Russell, der bei Google als Director of User Happiness für die Forschung im Bereich Nutzerfreundlichkeit zuständig ist, mit welchen Problemen sich die Entwickler dabei auseinanderzusetzen haben.
"Es ist schon merkwürdig, welche Vorstellungen einige Nutzer haben", erläutere der Google-Manager. So gebe es durchaus nicht wenige User, die annehmen, dass die Antworten auf ihre Suchanfragen von Mitarbeitern des Unternehmens eingetippt werden, da sie sich die technischen Vorgänge nicht vorstellen können.
Das ist aber nur ein Extrembeispiel. Ein sehr verbreitetes Phänomen sei es laut Russel allerdings, dass die Nutzer plötzlich auf eine sehr komplizierte Sprache wechseln, wenn sie das Eingabefeld einer Suchmaschine vor sich haben. So werde auf einmal beispielsweise nach "Frakturierung" statt nach "Armbruch" gesucht - wohl in der Annahme, dass ein Dienst, der im Hintergrund technisch sehr kompliziert ist, damit besser umgehen kann.
Russel empfiehlt daher, möglichst allgemeinverständliche Begriffe einzusetzen. Auch mit ausformulierten Fragen könne man nach Informationen suchen. Das gilt allerdings eher für Dinge wie dem aktuellen Wetter an einem bestimmten Ort. "All die Angelegenheiten, die deutsche Philosophen auf den Tisch gebracht haben, sind für Google eher schwierig, darunter auch die Frage nach dem Sinn des Lebens", schränkte Russel ein.
Bei Google beobachtet man außerdem, dass die Suchanfragen immer länger werden. Russel führt dies darauf zurück, dass die Zahl der Webseiten, auf die bestimmte Beschreibungen zutreffen, immer größer wird. Daher sei es für die Nutzer zunehmen eine Notwendigkeit, ihre Wünsche stärker zu spezifizieren.
Eine Arbeit mit den Nutzern ist nach Ansicht des Managers allerdings auch notwendig, weil nicht alle Probleme technisch gelöst werden können. "Wenn Sie nach Jaguar suchen, können Sie das Tier, das Auto oder auch das Apple-Betriebssystem meinen", beschreibt er die Lage.
Deshalb biete Google inzwischen unter anderem Seminare für Lehrer an, in denen sie lernen können, die richtige Bedienung einer Suchmaschine besser an ihre Schüler zu vermitteln. Russel leistet aber auch Überzeugungsarbeit nach innen, ein wenig von der sehr puristischen Startseite abzuweichen und dort mehr Informationen für technisch unbedarfte Nutzer anzubieten.
"Es ist schon merkwürdig, welche Vorstellungen einige Nutzer haben", erläutere der Google-Manager. So gebe es durchaus nicht wenige User, die annehmen, dass die Antworten auf ihre Suchanfragen von Mitarbeitern des Unternehmens eingetippt werden, da sie sich die technischen Vorgänge nicht vorstellen können.
Das ist aber nur ein Extrembeispiel. Ein sehr verbreitetes Phänomen sei es laut Russel allerdings, dass die Nutzer plötzlich auf eine sehr komplizierte Sprache wechseln, wenn sie das Eingabefeld einer Suchmaschine vor sich haben. So werde auf einmal beispielsweise nach "Frakturierung" statt nach "Armbruch" gesucht - wohl in der Annahme, dass ein Dienst, der im Hintergrund technisch sehr kompliziert ist, damit besser umgehen kann.
Russel empfiehlt daher, möglichst allgemeinverständliche Begriffe einzusetzen. Auch mit ausformulierten Fragen könne man nach Informationen suchen. Das gilt allerdings eher für Dinge wie dem aktuellen Wetter an einem bestimmten Ort. "All die Angelegenheiten, die deutsche Philosophen auf den Tisch gebracht haben, sind für Google eher schwierig, darunter auch die Frage nach dem Sinn des Lebens", schränkte Russel ein.
Bei Google beobachtet man außerdem, dass die Suchanfragen immer länger werden. Russel führt dies darauf zurück, dass die Zahl der Webseiten, auf die bestimmte Beschreibungen zutreffen, immer größer wird. Daher sei es für die Nutzer zunehmen eine Notwendigkeit, ihre Wünsche stärker zu spezifizieren.
Eine Arbeit mit den Nutzern ist nach Ansicht des Managers allerdings auch notwendig, weil nicht alle Probleme technisch gelöst werden können. "Wenn Sie nach Jaguar suchen, können Sie das Tier, das Auto oder auch das Apple-Betriebssystem meinen", beschreibt er die Lage.
Deshalb biete Google inzwischen unter anderem Seminare für Lehrer an, in denen sie lernen können, die richtige Bedienung einer Suchmaschine besser an ihre Schüler zu vermitteln. Russel leistet aber auch Überzeugungsarbeit nach innen, ein wenig von der sehr puristischen Startseite abzuweichen und dort mehr Informationen für technisch unbedarfte Nutzer anzubieten.
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