Samsung fordert US-Importverbot für iPhone & Co.

Die rechtliche Auseinandersetzung zwischen Samsung und Apple über die Verletzung diverser Patente durch die Smartphone- und Tablet-Produkte beider Unternehmen geht in die nächste Runde. Samsung reichte eine Beschwerde bei der US-Handelsaufsicht ein und fordert ein Importverbot. Gleichzeitig verklagte der Elektronikhersteller aus Südkorea seinen Konkurrenten ein weiteres Mal in den USA, diesmal vor einem Bezirksgericht in Delaware. Weitere Klagen wurden in Großbritannien und Italien eingereicht. Sowohl die Klagen als auch die Beschwerde bei der International Trade Commission sind Teil der Reaktion auf eine Klage von Apple, in der der iPhone-Hersteller seinem Partner vorwirft, Hardware und Software bei Smartphones und Tablets zu kopieren.

Während Apple versucht, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, die Samsung daran hinern würde, sein Vorzeige-Smartphone Galaxy S2 in den USA zu verkaufen, geht Samsung den Weg über die US-Handelsaufsicht, die die Möglichkeit hat, ein Importverbot zu verhängen. Sollte sich die ITC dazu entschließen, ein Verfahren einzuleiten, kann es über ein Jahr dauern, bis eine Entscheidung getroffen wird.

Der Streit zwischen Apple und Samsung ist nur einer von vielen in der Mobilfunkbranche. Allerdings sorgt dieser Fall für besonders großes Interesse, da Apple gleichzeitig der größte Kunde von Samsungs Sparte für die Auftragsfertigung ist. So lässt sich Steve Jobs für verschiedene Geräte diverse Chips, Speichermodule und Displays bauen. Gerüchteweise hat Apple bereits auf den Rechtsstreit reagiert und will seine Chipfertigung von Samsung abziehen.

Siehe auch: Apple will Chip-Fertigung von Samsung abziehen Zoll, Importverbot Zoll, Importverbot
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