Polen will Vorreiter in Sachen "Open Data" werden

Polen bereitet sich darauf vor, in Sachen Open Data und Open Government zu einem der fortschrittlichsten Länder in Europa zu werden. Eine entsprechende Ankündigung machte der polnische Premierminister Donald Tusk auf einem Treffen mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, Internet-Unternehmern und Bloggern. Die polnische Regierung will demnach dafür sorgen, dass möglichst viele Daten offengelegt werden. "Das, was mit öffentlichen Mitteln finanziert wurde kommt in die Public Domain und kann von jedem so genutzt werden, wie er es will", sagte Tusk. Allerdings wird es hier auch bestimmte Einschränkungen geben, die allerdings erst noch definiert werden müssen.

Dies wird wohl Informationen treffen, deren Offenlegung die Privatsphäre von Bürgern berühren würde. Aber auch militärische und geheimdienstliche Informationen dürften darunter fallen. Laut Tusk soll aber versucht werden, die Kategorie von nichtöffentlichen Daten möglichst klein zu halten.

Wie der Premierminister weiter ausführte, werde es bei dem Projekt zur Offenlegung der Informationen nicht nur darum gehen, den Zugriff allgemein zu ermöglichen. Ziel sei es, die Daten so bereitzustellen, dass sie leicht zu analysieren und maschinell weiterzuverarbeiten sind.

Wenn das Projekt erfolgreich umgesetzt wird, würde dies eine Verwirklichung der alten Forderung der Hacker-Szene nach einem maschinenlesbaren Staat verwirklichen. Beispielhaft wird dies in den USA gehandhabt, wo Daten, die von staatlichen Stellen aus Steuermitteln erstellt wurden, frei zugänglich und nutzbar sind. Wappen, Polen Wappen, Polen
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