Hochwasser: Behörde hält Karten unter Verschluss
Die Betroffenen des Hochwassers und auch die zahlreichen freiwilligen Helfer könnten heute recht einfach mit hochwertigen Kartendaten versorgt werden - doch die Behörden halten die nötigen Informationen unter Verschluss.
So stellt das Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) zwar Kartenmaterial für die Öffentlichkeit auf seiner Webseite bereit - allerdings nur in niedriger und mittlerer Auflösung. Die hohen Auflösungen bleiben den offiziellen Hilfskräften vorbehalten und die Rohdaten stehen schon gar nicht zur Verfügung.
Ein Nutzer aus der Region Magdeburg versuchte beispielsweise an weitergehende Daten zu kommen. Die Behörden wollten allerdings für die eigentlich ohnehin aus Steuergeldern finanzierten Informationen 800 Euro haben. Erst nachdem der Nutzer die Sache in seinem Blog öffentlich thematisierte machte man bei der ZKI eine Ausnahme.
Dabei könnten die heute bereits recht weit verbreiteten Fähigkeiten in der Software-Entwicklung in der Bevölkerung in Verbindung mit den aus Steuermitteln finanzierten Daten äußerst hilfreiche Anwendungen entstehen lassen. So wäre es beispielsweise denkbar, eine Anwendung zu erstellen, aus der sich leicht ablesen lässt, welche Bereiche bei welchen Pegelständen überflutet werden. So könnten ehrenamtlich und kommunal organisierte Initiativen selbstständig herausfinden, wo Gegenmaßnahmen erforderlich beziehungsweise sinnvoll sind und die stark ausgelasteten staatlichen Hilfskräfte entlasten.
Für die Verfechter von Open Data, die schon länger einen freien Zugriff auf Daten fordern, deren Erhebung vom Steuerzahler finanziert wurden, bestätigt sich hier ihr Engagement. "Hochwasserkarten müssen umgehend frei zugänglich werden! Da fehlen mir echt die Worte", erklärte beispielsweise Frank Rieger, einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs.
"Aus anderen Ländern gibt es Beispiele von Karten, in denen farbliche Schattierungen die konkrete Überflutungsgefahr für jeden beliebigen Ortspunkt (also z.B. das eigene Haus, ein Museum, die Strasse, das Krankenhaus, der Bahnhof…) feststellbar machen, zum Beispiel aus den USA, als Hurricane Sandy große Überschwemmungen verursachte", führte Anke Domscheit-Berg, Bundesthemenbeauftragte für Open Government bei der Piratenpartei, aus.
Ein Nutzer aus der Region Magdeburg versuchte beispielsweise an weitergehende Daten zu kommen. Die Behörden wollten allerdings für die eigentlich ohnehin aus Steuergeldern finanzierten Informationen 800 Euro haben. Erst nachdem der Nutzer die Sache in seinem Blog öffentlich thematisierte machte man bei der ZKI eine Ausnahme.
Dabei könnten die heute bereits recht weit verbreiteten Fähigkeiten in der Software-Entwicklung in der Bevölkerung in Verbindung mit den aus Steuermitteln finanzierten Daten äußerst hilfreiche Anwendungen entstehen lassen. So wäre es beispielsweise denkbar, eine Anwendung zu erstellen, aus der sich leicht ablesen lässt, welche Bereiche bei welchen Pegelständen überflutet werden. So könnten ehrenamtlich und kommunal organisierte Initiativen selbstständig herausfinden, wo Gegenmaßnahmen erforderlich beziehungsweise sinnvoll sind und die stark ausgelasteten staatlichen Hilfskräfte entlasten.
Für die Verfechter von Open Data, die schon länger einen freien Zugriff auf Daten fordern, deren Erhebung vom Steuerzahler finanziert wurden, bestätigt sich hier ihr Engagement. "Hochwasserkarten müssen umgehend frei zugänglich werden! Da fehlen mir echt die Worte", erklärte beispielsweise Frank Rieger, einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs.
"Aus anderen Ländern gibt es Beispiele von Karten, in denen farbliche Schattierungen die konkrete Überflutungsgefahr für jeden beliebigen Ortspunkt (also z.B. das eigene Haus, ein Museum, die Strasse, das Krankenhaus, der Bahnhof…) feststellbar machen, zum Beispiel aus den USA, als Hurricane Sandy große Überschwemmungen verursachte", führte Anke Domscheit-Berg, Bundesthemenbeauftragte für Open Government bei der Piratenpartei, aus.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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