Das iPad nagt am europäischen Computer-Markt

Wirtschaft & Firmen Die weltweite Entwicklung auf dem Computer-Markt spiegelt sich auch in Europa wider: Die Absatzzahlen gehen kräftig zurück, weil eine ganze Reihe von Nutzern lieber zu einem Tablet-System greift. Bislang ist Apple mit seinem iPad hier der einzige relevante Marktteilnehmer. Allein dessen Einfluss sorgte dafür, dass die Computer-Hersteller in Westeuropa im ersten Quartal 17,5 Prozent weniger Geräte los wurden als noch vor einem Jahr, teilte das Marktforschungsunternehmen IDC mit.

In der gesamten EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) sank der Absatz um 9,6 Prozent auf 24,1 Millionen Stück. Positiv wirkte sich hier aus, dass im Mittleren Osten und in Afrika die Verkaufszahlen noch zulegen. iPads sind hier offenbar für die meisten Nutzer noch zu teuer oder aber die Geräte sind in den jeweiligen Ländern gar nicht erst verfügbar.

In dieser Situation konnten sich die Hersteller höchst unterschiedlich positionieren. Hewlett-Packard bleibt zwar mit 21,4 Prozent klar Marktführer, setzte allerdings 8,4 Prozent weniger Rechner ab. Einen noch größeren Einbruch verzeichnete Acer. Hier gingen die Verkaufszahlen um 25,2 Prozent und der Marktanteil auf 15,5 Prozent zurück, was allerdings noch für den zweiten Platz reicht.

Auch die darauf folgenden Anbieter Dell (10 Prozent) und ASUS (8 Prozent) verkauften weniger Computer. Samsung hingegen konnte als fünftgrößter Lieferant seine Absatzzahlen um 25,6 Prozent steigern und liegt nun bei 6,3 Prozent Marktanteil.
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