Wikileaks-Gründer Julian Assange bittet um Hilfe

Recht, Politik & EU Im Rahmen einer Veranstaltung in Melbourne wurde kürzlich eine Videobotschaft des Wikileaks-Gründers Julian Assange ausgestrahlt, in der er sein Heimatland um Hilfe bittet. In einigen Tagen findet die Verhandlung um seine Auslieferung nach Schweden statt. In dem Video ruft Julian Assange die Premierministerin Julia Gillard dazu auf, ihn nach Hause zu holen, berichtet der 'Sydney Morning Herald'. Seinen eigenen Äußerungen in dem Video zufolge kann er es kaum erwarten, wieder in die Heimat zu kommen. Nun soll die Premierministerin dem Australier behilflich sein und zugleich die Vereinigten Staaten zur Zurückhaltung auffordern.

Ganz klar machte der Wikileaks-Gründer auch in diesem Video noch einmal, dass es sich bei seinem Projekt um eine Medienorganisation handelt und er als Journalist tätig ist. Insofern dürfe Wikileaks ohne Strafen befürchten zu müssen, geheime Dokumente veröffentlichen, sagte er.

Gegenwärtig sieht es allerdings nicht so aus, als ob Assange mit Hilfe in diesem Fall rechnen könnte. Dem Radiosender Austereo sagte Premierministerin Julia Gillard kürzlich, dass es nichts gibt, was die australische Regierung tun könnte oder sollte. Immerhin wurde eine Anklage, welche in einem ordentlichen Prozess verhandelt werden muss, gegen Assange erhoben, heißt es.

Aktuell hält sich Assange auf dem Anwesen seines Unterstützers Vaughan Smith im Südosten Englands auf. Er muss eine elektronische Fußfessel tragen und sich in regelmäßigen Abständen bei der Polizei melden.
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