Universal-Achterbahn: Schreie der Fahrgäste nerven Nachbarschaft
Anwohner von Universal Studios protestieren lautstark gegen die neue Achterbahn Fast & Furious: Hollywood Drift. Obwohl die Technik leise ist, rauben die ständigen Schreie der Fahrgäste den Nachbarn den Nerv. Gegenmaßnahmen waren bisher wenig effektiv.
So füllten die Ingenieure die Schienenkonstruktion mit feinem Kies, um typische Vibrationen zu dämpfen. Zusätzlich installierte Universal spezielle Glasschilde an der Strecke und programmierte die drehbaren Wagen so, dass sie sich an besonders intensiven Abschnitten von den Wohnhäusern abwenden. Die Achterbahn erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 116 km/h und Kräfte von bis zu 3,6 G. Trotz der Vorkehrungen hören die Nachbarn nach eigenen Angaben weiterhin alle 20 bis 40 Sekunden menschliche Schreie.
Zudem plant der Betreiber ab sofort die Installation einer weiteren temporären Schallschutzwand aus absorbierendem Material. Andere Ansätze zur Schalldämmung wurden verworfen: Eine Helmpflicht für Fahrgäste gilt wegen möglicher Fehler bei der Befestigung als unsicher. Auch vollständig geschlossene Wagenkapseln schloss das Unternehmen aus, da sie im Notfall eine schnelle Evakuierung behindern würden.
Steve Blum, Vizepräsident für Ingenieurwesen und Sicherheit bei Universal, bemerkte spöttisch, man könne das Problem morgen lösen, wenn alle Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung tragen wollten. Das stieß im Saal auf lautstarke Empörung und wurde von den Betroffenen als beleidigend aufgefasst. Eine Lösung der Auseinandersetzung scheint also nicht in Sicht.
Wie steht ihr zu diesem Konflikt zwischen Freizeitpark und Anwohnern? Sollten Parks in Wohngebieten strengere Auflagen erhalten? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
- Die neue Bahn Fast & Furious: Hollywood Drift stört Anwohner durch Schreie
- Kies in den Schienen und Glasschilde dämpfen den Lärm der Bahn nur unzureichend
- Rund 350 Nachbarn protestierten bei einem Treffen gegen die Belastung im Viertel
- Universal versprach geänderte Öffnungszeiten und eine neue Schallschutzwand
- Ideen wie Helme oder geschlossene Kapseln wurden aus Sicherheitsgründen verworfen
- Eine zynische Bemerkung eines Parkmanagers sorgte für zusätzliche Empörung
Technik leise, Fahrgäste zu laut
Mitte September eröffnete Universal Studios Hollywood die neue Achterbahn Fast & Furious: Hollywood Drift. Während die Ingenieure die Anlage mechanisch leise konstruierten, sorgen die Schreie der Fahrgäste für andauernde Beschwerden im angrenzenden Wohnviertel Toluca Lake. Dabei hatte der Parkbetreiber bereits im Vorfeld der Eröffnung mehrere Versuche unternommen, das Lautstärkeproblem technisch zu lösen.So füllten die Ingenieure die Schienenkonstruktion mit feinem Kies, um typische Vibrationen zu dämpfen. Zusätzlich installierte Universal spezielle Glasschilde an der Strecke und programmierte die drehbaren Wagen so, dass sie sich an besonders intensiven Abschnitten von den Wohnhäusern abwenden. Die Achterbahn erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 116 km/h und Kräfte von bis zu 3,6 G. Trotz der Vorkehrungen hören die Nachbarn nach eigenen Angaben weiterhin alle 20 bis 40 Sekunden menschliche Schreie.
Fast & Furious: Hollywood Drift - Fahrt aus der Ich-Perspektive
Hitziges Treffen mit Anwohnern
Das Freizeitparkgelände grenzt direkt an die Nachbarschaft, in der laut Anwohnern viele Häuser älter sind als der 1964 eröffnete Themenpark. Am Mittwoch versammelten sich mindestens 350 Menschen zu einem Treffen mit Vertretern des Betreibers. Wie Deadline berichtet, versprach das Management dabei weitere Schritte zur Lärmminderung. Die Anlage soll bis zum Jahresende nicht mehr zwischen acht und neun Uhr morgens betrieben werden, um den Anwohnern eine Stunde mehr Ruhe in der Früh zu geben.Zudem plant der Betreiber ab sofort die Installation einer weiteren temporären Schallschutzwand aus absorbierendem Material. Andere Ansätze zur Schalldämmung wurden verworfen: Eine Helmpflicht für Fahrgäste gilt wegen möglicher Fehler bei der Befestigung als unsicher. Auch vollständig geschlossene Wagenkapseln schloss das Unternehmen aus, da sie im Notfall eine schnelle Evakuierung behindern würden.
Kritik am Management wächst
Ein Anwohner beschrieb die Stimmung auf der Versammlung als feindselig. Ein Anwohner klagte, er könne von zu Hause aus keine Musik mehr komponieren. Roy P. Disney, ein Großneffe von Walt Disney und Bewohner des Viertels, argumentierte, dass die aktuelle Lärmbelastung direkt gegen die Flächennutzungsgenehmigungen von Universal verstoße.Steve Blum, Vizepräsident für Ingenieurwesen und Sicherheit bei Universal, bemerkte spöttisch, man könne das Problem morgen lösen, wenn alle Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung tragen wollten. Das stieß im Saal auf lautstarke Empörung und wurde von den Betroffenen als beleidigend aufgefasst. Eine Lösung der Auseinandersetzung scheint also nicht in Sicht.
Wie steht ihr zu diesem Konflikt zwischen Freizeitpark und Anwohnern? Sollten Parks in Wohngebieten strengere Auflagen erhalten? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
- Hollywoods neueste Idee: Re-Releases teils uralter Filme
- Wilder Westen: James Cameron warnt vor KI-Apokalypse in Hollywood
- Sympathie-Träger in Hollywood: Tesla Diner kombiniert Laden und Essen
- Netflix-Chef erklärt das Kino für tot, sieht sich als Retter Hollywoods
- Apple TV+: Mehr Hollywood-Klassiker durch neue Lizenz-Deals?
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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