Iran bestätigt Cyber-Angriffe durch Stuxnet offiziell
Konkrete Angaben, welche System von den Angriffen betroffen sind, machte Taghipur nicht. Er teilte lediglich mit, dass von keinen ernsthaften Auswirkungen gesprochen werden kann. Die zuständigen IT-Experten verfügen jedenfalls über das notwendige Know-How, um die Systeme von dem Schädling zu säubern, versicherte er gegenüber dem Blatt.
Erst kürzlich teilte ein IT-Experte des Ministeriums für Bodenschätze mit, dass angeblich tausende Rechner der iranischen Industrieanlagen mit Stuxnet infiziert sind. Konkret ist diesbezüglich von 30.000 Systemen die Rede.
Eine Bestätigung dafür, dass der Stuxnet-Schädling speziell gegen das iranische Atomprogramm gerichtet ist, liegt bisher noch nicht von offizieller Seite vor. Stuxnet greift in erster Linie Kontrollsysteme für Industrieanlagen an, auf denen Software von Siemens installiert ist.
Christian Czosseck, Wissenschaftler am Cooperative Cyber Defence Centre der Nato im estnischen Tallinn, forderte im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden von Stuxnet, dass sich die internationale Gemeinschaft so schnell wie möglich auf einen Verhaltenskodex einigen soll.
Unter Umständen könnte es künftig einen regelrechten Wettbewerb von Staaten geben, wenn es um das Aneignen von virtuellen Kampfmitteln geht.
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