Stuxnet befällt unzählige Industrieanlagen in China
Laut der Überlieferung der 'South China Morning Post' hat Stuxnet all diese Systeme in den letzten Tagen befallen. Das überrascht, denn in den ersten Analysen verschiedener Sicherheitsdienstleister war die Volksrepublik so gut wie gar nicht betroffen. Die meisten Infektionen wurden bislang aus dem Iran und Indonesien gemeldet.
Xinhua meldet, dass die Quelle des Wurms Server in den USA sind. Auch das ist ungewöhnlich, denn bislang wurde Stuxnet lediglich via USB-Stick verbreitet. Möglicherweise handelt es sich um eine neue Version des Schädlings. Eine weitere denkbare Erklärung wäre die Übermittlung per E-Mail.
In China scheint der Wurmbefall nun massive Ausmaße anzunehmen. Alle kritischen Industriebereiche sollen betroffen sein, darunter Stahl, Energie und Verkehr. Vor allem Siemens leidet unter der negativen Berichterstattung. Zudem hat das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnik eine landesweite Prüfung der Siemens-Anlagen vorgeschlagen.
Ein Sprecher der Behörde erklärte, dass man im Ernstfall eine neue Bewertung der Lizenz für Siemens-Produkte vornehmen wird. Man droht dem Konzern also mit wirtschaftlichen Konsequenzen.
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Michael Diestelberg
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