Hacker knacken Quantenkryptographie-Systeme
Bisher galt es im Grunde als unmöglich, in eine solcherart verschlüsselte Verbindung einzudringen. Hintergrund dessen sind quantenmechanische Phänomene, die dazu führen, dass sich der Zustand der Trägerteilchen verändert, wenn sie von einem Dritten beobachtet werden.
Zumindest bei einem System konnten Vadim Makarov und seine Kollegen von der Universität Trondheim nun zeigen, dass auch Quantenkryptographie nicht einfach als absolut sicher angesehen werden kann, berichten sie im renommierten Wissenschaftsmagazin 'Nature', nachdem ihr Verfahren nun auch von unabhängigen Experten bestätigt wurde.
"Unser Hack brachte uns hundertprozentige Kenntnis über den Schlüssel, ohne, dass es im System zu einer Störung kam", erklärte er. Dies gelang, indem der Empfänger des Datenstroms mit einem schwachen Laser kurzzeitig "geblendet" und die Signale abgefangen wurden.
Die aufgefangenen Informationen wurden dann wiederum mit dem Laser an den Empfänger weitergeleitet. Wie Makarov ausführte, holte man die Kommunikation also von der quantenmechanischen auf eine herkömmliche Ebene herunter, ohne, dass das System die Manipulation erkannte und Warnmeldungen abgab.
Die Forscher konnten die Funktionsweise an zwei quantenkryptographischen Systemen demonstrieren, die bereits kommerziell verfügbar sind. Dabei handelt es sich um Produkte von ID Quantique (IDQ) aus der Schweiz und vom US-Unternehmen MagiQ.
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Christian Kahle
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