IBM stellt Unix-Server mit 256 Power7-Kernen vor
Mit dem System richtet sich der Hersteller vor allem an größere Unternehmen. Der Rechner ist für den Betrieb großer Datenbanken oder die Zusammenführung mehrerer Unix- oder Linux-Systeme auf einem Gerät gedacht. Dafür steht die integrierte Virtualisierungsumgebung PowerVM von IBM zur Verfügung.
Der Server kann in 254 Partitionen aufgeteilt werden, in denen jeweils eigenständige Instanzen der Betriebssysteme laufen. Nach dem Abschluss verschiedener Tests soll sich diese Zahl auf rund 1.000 erhöhen. Eine entsprechende Firmware will IBM im kommenden Jahr veröffentlichen.
Bei den Prozessoren in dem Server handelt es sich um Power7-Modelle, die mit 4 Gigahertz getaktet sind. Jeweils vier von diesen Chips stecken auf den acht Prozessor-Books, die ähnlich wie Steckkarten ausgewechselt werden können. In der höchsten Ausbaustufe stehen in dem System 8 Terabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung.
Mit dem Server will IBM auch die Erfolgschancen solcher Systeme am Markt ausloten. Immerhin verfügten die größten, bisher erhältlichen Systeme "nur" über 64 Kerne. Es gebe lediglich eine handvoll Kunden, die Rechner dieser Größenordnung für einzelne Applikationen benötigen könnten, hieß es.
Allerdings setzt IBM auf den Trend, über Virtualisierung viele Systeme auf einem Rechner zu vereinen. Das spart sowohl Platz in den Datenzentren als auch Energie. Der Hersteller geht außerdem davon aus, dass sein neues Produkt bei Betreibern von Cloud-Diensten auf Interesse stoßen könnte.
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Christian Kahle
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