FZ Jülich & IBM entwickeln Exaflops-Supercomputer

Supercomputer Das Forschungszentrum Jülich plant den Betrieb eines neuen Supercomputers mit einer Leistung von über einem Exaflops. Dies entspricht einer Trillion Rechenoperationen pro Sekunde. Gemeinsam mit dem IT-Konzern IBM soll ein "Exascale Innovation Center" eingerichtet werden, an dem man Technologien für einen solchen Rechner erforscht. Ein entsprechender Vertrag wurde gestern zwischen den Partnern unterzeichnet.

Ziel sei es, die Komponenten und die Software bis zum Ende dieses Jahrzehnts entwickelt zu haben. "Exascale ist die Herausforderung schlechthin für das weltweite Supercomputing. Dieses Projekt ist entscheidend dafür, welche Optionen Deutschland und Europa Wissenschaft und Wirtschaft in Zukunft auf diesem Feld anbieten können", sagte Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich.

An dem Standort wird mit Jugene bereits der aktuell schnellste Computer Europas betrieben. Dieser bringt es in seiner maximalen Ausbaustufe auf 1 Petaflops. Das neue System soll diese Leistung letztlich um das tausendfache übertreffen.

Der Zeitplan sieht vor, dass 2015 ein Prototyp des neuen Exascale-Rechners fertig ist. An den Standorten in Jülich und Böblingen werden zu Beginn des Projekts jeweils fünf Wissenschaftler von IBM und des JSC gemeinsam mit Wissenschaftlern des IBM Forschungszentrums Yorktown Heights an der Entwicklung des neuen Supercomputers arbeiten. Im Jahr 2019 könnte der neue Exascale-Höchstleistungsrechner in Jülich eingeweiht werden.
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