Nach Racks und Blades kommen nun Micro Server
Vor einigen Jahren war man bereits dazu übergegangen, neben den herkömmlichen Rack-Systemen auch Blade-Server einzusetzen. Das sorgte in den Datenzentren bereits dafür, dass auf gleichem Raum deutlich mehr Leistung vorgehalten werden konnte. Voraussetzung dafür waren insbesondere Fortschritte bei der Herstellung energiesparender Chips mit geringerer Wärmeentwicklung.
Mit den Micro Servern geht man nun noch einen Schritt weiter. Der gesamte Rechner ist hier auf einer Steckkarte untergebracht. Ein Prototyp wurde auf dem Server System Infrastructure Forum vorgestellt.
Prototyp eines Micro Servers
Die Architektur soll vor allem in Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen, wo es nicht auf Höchstleistungen eines einzelnen Rechners ankommt. So ist der Zusammenschluss zahlreicher Micro Server zu Clustern denkbar. Webhoster könnten die Systeme aber auch nutzen, um auch Kunden mit geringeren Anforderungen, die bisher eher Shared-Hosting-Pakete buchten, einen preiswerten dedizierten Server anzubieten.
Micro Server kommen mit einem einzelnen Prozessor-Socket daher. Weiterhin gehören der Chipsatz und Arbeitsspeicher zur Ausstattung. Eine Festplatte ist nicht vorgesehen. Speicherplatz gibt es entweder über ein Storage-System im Netzwerk oder Flash-Chips. Die Stromversorgung erfolgt über den I/O-Connector.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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