HDTV-Standard bremst die Display-Entwicklung
Über einige Jahre ging die Auflösung der Displays und damit verbunden die Pixelzahl pro Zoll langsam aber beständig nach oben. Seit einiger Zeit herrsche aber Stillstand. Dabei würde eine höhere DPI-Rate vor allem bei Computern aber Vorteile bringen.
Buchstaben und Elemente der grafischen Oberfläche ließen sich damit glatter darstellen. Es wäre seiner Ansicht nach längst möglich, Panels zu konstruieren, die fast ebenso scharf sind, wie Ausdrucke. "Windows unterstützt Displays mit hohen DPI-Werten, es gibt nur realistisch gesehen keine", so Brown.
Als Ursache dafür hat Brown die Standard-Auflösung von HDTV mit 1080p ausgemacht, was 1.920 x 1.080 Pixeln entspricht. "Alle Panel-Hersteller richten sich nach dem Kundenwunsch einer HDTV-Auflösung", erklärte Brown. Immerhin sei mit LCD-Fernsehern derzeit mehr Geld zu verdienen als mit Leuten, die sich ein höher auflösendes Display für ihren Rechner wünschen.
Der daraus resultierende Effekt: Die durchschnittliche DPI-Rate geht nach unten. "Letztlich gibt es also 60-Zoll-Bildschirme mit der gleichen Auflösung wie bei einem 23-Zoll-Monitor für Computer", so Brown weiter. Diese seien dann mit vergleichsweise riesigen Pixeln ausgestattet.
Was technisch möglich ist, zeigt sich unter anderem daran, dass inzwischen auch Notebook-Panels problemlos HDTV-Auflösungen darstellen können. Die Technologie für deutlich höhere Auflösungen bei großen Displays sei also vorhanden, werde nur nicht eingesetzt, folgert Brown.
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Christian Kahle
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